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Die Sojus-Rakete vor dem Start vom Weltraumbahnhof in Baikonur.
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Die Sojus-Rakete vor dem Start vom Weltraumbahnhof in Baikonur.

Bemannte Raumfahrt

Nasa-Chef rechnet mit Sojus-Start im Dezember

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Die Untersuchung nach dem fehlgeschlagenen Sojus-Start vor knapp zwei Wochen ist noch nicht abgeschlossen, doch der Nasa-Chef geht bereits von einem erneuten bemannten Start noch in diesem Jahr aus.

Knapp zwei Wochen nach der Fehlfunktion einer bemannten Sojus-Rakete mit anschließender Notlandung der beiden Astronauten zeigt sich Nasa-Administrator Jim Bridenstine optimistisch, dass der nächste bemannte Start einer Sojus zur ISS noch in diesem Jahr stattfinden wird. Er gehe „fest davon aus“, dass der nächste bemannte Sojus-Start im Dezember stattfinde, sagte er nach einem Bericht von „Ars Technica“ bei einem Treffen des National Space Councils.

Die russischen Ermittler hätten eine „sehr sehr gute“ Ahnung, was während des fehlgeschlagenen Starts vor knapp zwei Wochen passiert sei. Am 11. Oktober startete eine Sojus mit den Astronauten Nick Hague (USA) und Alexej Owtschinin (Russland) an Bord in Richtung ISS. Wegen eines Fehlers wurde der Start jedoch abgebrochen, das Notfallsystem der Sojus katapultierte die bemannte Raumkapsel von den Boostern der Rakete weg. Die Kapsel landete anschließend sicher in der kasachischen Steppe, wo die Astronauten geborgen und zurück ins Sternenstädtchen nahe Moskau gebracht wurden.

Nach dem fehlgeschlagenen Start leitete die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos eine Untersuchung ein, die bis Ende Oktober abgeschlossen sein soll. In dem Bericht, der dann veröffentlicht werden soll, soll es auch Empfehlungen geben, wie das Problem gelöst werden kann. Nach Angaben von anonymen Quellen, die in russischen Medien zitiert werden, sei das Problem aufgetreten, weil einer der Booster nicht richtig an der Rakete befestigt gewesen sei. Als der Booster von der Rakete abgetrennt wurde und zu Boden fallen sollte, habe er die Rakete getroffen und dadurch den Startabbruch ausgelöst.

Die Nasa sucht neue Astronauten. Bewerben können sich nur US-Staatsbürger - aber die könnten in Zukunft zum Mond und zum Mars fliegen.

„Obwohl es ein fehlgeschlagener Start war, war es wahrscheinlich der erfolgreichste fehlgeschlagene Start, den wir uns vorstellen konnten“, sagte Nasa-Chef Bridenstine vor dem National Space Council und meinte damit den erfolgreichen Einsatz des Notfallsystems.

Die russische Sojus-Kapsel gilt eigentlich als zuverlässig, sie ist das einzige Vehikel, das derzeit Astronauten ins All transportieren kann. Sämtliche Nationen, die an der ISS beteiligt sind, sind daher auf die Sojus-Kapseln angewiesen. Zwar arbeiten die USA seit einiger Zeit daran, wieder selbst Astronauten ins All schießen zu können, doch ein erster bemannter Testflug ist frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.

Für Ende des Jahres ist der erste unbemannte Testflug der neu entwickelten „Crew Dragon“-Raumkapsel des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX geplant. Das Unternehmen von Elon Musk arbeitet genau wie Boeing daran, im Rahmen des US-amerikanischen „Commercial Crew“-Programms Astronauten ins All zu befördern. Es wäre das erste Mal seit der Einstellung des „Space Shuttle“-Programms im Jahr 2011, dass wieder Astronauten vom US-Boden aus ins All starten. Doch bis es soweit ist, sind alle Raumfahrer auf die Sojus angewiesen.

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