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Ein indischer Tiger.

Wieder Tiger in Myanmar

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In anderen Ländern hat sich die Lage jedoch verschlechtert.

Tiger galten in Myanmar bereits als ausgestorben.Doch anders als befürchtet scheint es in dem südostasiatischen Land weiterhin eine kleine, fortpflanzungsfähige Population zu geben, wie die Umweltorganisation WWF mitteilt. „Wir gehen von mindestens 22 Tigern in Myanmar aus. Das ist eine wissenschaftlich abgesicherte Zahl“, sagt Kathrin Hebel, Tiger-Referentin beim WWF Deutschland. Möglicherweise seien es sogar noch mehr Tiere. Denn in viele Gebiete, die als potenzielle Lebensräume für Tiger gelten, hätte man keine Wildbiologen entsenden können, „da es die politischen Gegebenheit schlicht nicht zulassen“. Auch in Ländern wie Nepal, Indien und Russland habe es zuletzt „ermutigende Erfolge beim Tigerschutz“ gegeben.

In vielen Ländern Südostasien sei die Lage für die Großkatzen allerdings „weiterhin besorgniserregend“, betont Kathrin Hebel. Das zeigten Untersuchungen, die kürzlich bei einer internationalen Tigerkonferenz in Neu Delhi veröffentlicht wurden: Die Bestände gingen entweder zurück – oder aber es fehlten belastbare Zahlen.

Weniger als 2000 Tiere in Malaysia

So ist es nach Angaben des WWF in Malaysia nicht sehr gut um die Tiger bestellt. Zwar seien die Zählungen noch nicht ganz abgeschlossen, es deute sich aber bereits an, dass in dem Land weniger als 200 Exemplare der Großkatzen leben. Frühere Schätzungen seien noch von bis zu 340 Tieren ausgegangen.

In Kambodscha wiederum sei der letzte Tiger 2007 in eine Kamerafalle getappt. Auch in Vietnam gelte die Art als ausgestorben. Immerhin: In Thailand sind die Zahlen mit knapp 200 Tieren nach Angaben des WWF stabil. Allerdings stehe eine wissenschaftliche Erhebung auf nationaler Ebene noch aus.

„Südostasien muss endlich der Verantwortung beim Tigerschutz gerecht werden“, erklärt Kathrin Hebel und weist darauf hin, dass sich diese Länder 2010 dazu bekannt hätten, die Bestände verdoppeln und ein Aussterben verhindern zu wollen. „Bisher ist allerdings viel zu wenig passiert. Lebensraumzerstörung, Wilderei und illegaler Tigerhandel bleiben in teils dramatischen Ausmaßen bestehen“, sagt die Expertin. Noch nicht einmal zu einem flächendeckenden, systematischen Monitoring sei es bis heute nicht gekommen – dabei stelle es die Voraussetzung dar, um die Situation der Tiger in diesen Ländern wirklich einschätzen und die Wilderei „noch vehementer“ bekämpfen zu können.

Weltweit leben derzeit weniger als 4000 Tiger in freier Wildbahn. Bei der Tiger-Konferenz 2010 in St. Petersburg hatte sich die internationale Staatengemeinschaft auf das Ziel geeinigt, diese Zahl bis 2022 zu verdoppeln.

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