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Der Corona-Impfstoff von Biontech schützt gut.
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Der Corona-Impfstoff von Biontech schützt gut.

mRNA-Vakzin

Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt vor asymptomatischer Infektion

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Neue Daten aus Israel geben Hoffnung auf eine besonders gute Wirksamkeit. Eine britische Studie weist auf Nebenwirkungen bei einem Impfstoff-Mix hin.

Israel - In Israel sind mittlerweile rund 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Quelle: Our World in Data) – alle mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Eine in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Auswertung des israelischen Gesundheitsministeriums zeigt, dass dieser mRNA-Impfstoff offenbar auch gut vor asymptomatischen Infektionen schützt.

Letzteres ist eine wichtige Erkenntnis, denn in den vorliegenden Studien war das nicht untersucht worden. Ein hoher Schutz vor asymptomatischen Infektionen bedeutet, dass geimpfte Menschen nur sehr selten unbemerkt das Virus weitergeben und andere anstecken können.

Corona-Impfung: Die Todesfälle gingen stark zurück

Hundertprozentig auszuschließen dürfte es aber nicht sein. Studien liefern dazu keine ganz einheitlichen Zahlen.

Beim Robert-Koch-Institut heißt es, das Risiko einer Virusübertragung sei zwar „in der Summe“ stark vermindert. Es müsse jedoch „davon ausgegangen werden, dass einige Menschen nach Kontakt mit Sars-CoV-2 trotz Impfung (asymptomatisch) PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden“.

Den Daten des israelischen Gesundheitsministeriums zufolge beträgt der Schutz vor der Erkrankung 97 Prozent und der vor asymptomatischen Infektionen 91,5 Prozent. Ein schwerer Verlauf werde zu 97,5 Prozent verhindert, ein Klinikaufenthalt zu 97,2 Prozent. Die Todesfälle durch Covid-19 gingen um 96,7 Prozent zurück.

Corona: Biontech-Impfstoff schützt vor Virusvariante B.1.1.7

Auch bei über 85-Jährigen war der Immunschutz nach der Impfung im Vergleich zu Jüngeren nicht nennenswert verringert – keine Selbstverständlichkeit, denn bei älteren Menschen arbeitet das Immunsystem oft nicht mehr so gut, sie reagieren deshalb häufig schwächer auf Impfungen.

Die Untersuchung zeigte außerdem, dass das Vakzin ebenfalls wirksam vor einer Infektion mit der britischen Virusvariante B.1.1.7 schützt, die mittlerweile in vielen Ländern die dominante ist. Für die südafrikanische, die indische und die brasilianische Varianten lassen sich solche Aussagen noch nicht treffen.

Corona-Impfungen: Moderna will Impfstoff an B.1351 anpassen

Das US-Unternehmen Moderna, das wie Biontech/Pfizer einen mRNA-Impfstoff auf dem Markt hat, testet aktuell einen an die südafrikanische Variante B.1.351 angepassten Impfstoff. Dieser habe sich in einer laufenden klinischen Studie als „sicher erwiesen“ und auch neutralisierende Antikörper erzeugt, teilt der Hersteller mit. Möglicherweise könne dieses modifizierte Vakzin auch vor der brasilianischen Variante P.1 schützen. Allerdings ist man bei Moderna auch überzeugt, dass eine dritte Dosis des bereits zugelassenen Impfstoffes „ebenfalls eine gute Schutzwirkung gegen die beiden besorgniserregenden Virusvarianten erreicht“.

Links zu Corona-Impfungen

Weitere Infos zur Studie aus Israel

Studie Moderna

Britische Studie zum Impfstoff-Mix

Die Verträglichkeit beider Impfstoffe sei vergleichbar, Nebenwirkungen seien nach dem neu entwickelten Vakzin sogar „etwas seltener“ aufgetreten als nach der dritten Dosis des ursprünglichen mRNA-Impfstoffs von Moderna.

Corona-Impfungen: Häufig Kopfschmerzen beim Kombinieren von Wirkstoffen

Erste Erkenntnisse gibt es jetzt auch zur Verträglichkeit eines Impf-Mixes aus Vektorvirus- und mRNA-Vakzin – also etwa, wenn man bei der ersten Dosis Astrazeneca und bei der zweiten Biontech/Pfizer bekommt. Diese Kombination soll mit „deutlich mehr akuten Impfreaktionen“ einhergehen, berichtet das Medizinportal DocCheck und bezieht sich dabei auf eine im Magazin „Lancet“ veröffentlichte Interimsanalyse der Universität Oxford. In Deutschland könnte es jene Menschen betreffen, die jünger als 60 Jahre sind und als Erstimpfung Astrazeneca bekommen haben. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dieser Altersgruppe, sich bei der zweiten Spritze einen mRNA-Impfstoff geben zu lassen.

Egal in welcher Reihenfolge: Das Kombinieren ist laut den Ergebnissen aus Großbritannien offenbar wesentlich unverträglicher als das Bleiben beim gleichen Impfstoff. So traten etwa Kopfschmerzen doppelt so häufig auf. Studienleiter Matthew Snape betonte laut einem Bericht im „Medicalexpress“ allerdings, dass es keine Sicherheitsbedenken gebe oder Hinweise, dass die Immunantwort beeinträchtigt sei. (Pamela Dörhöfer)

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