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Partielle Mondfinsternis im Juli 2019 über Großbritannien.

Astronomisches Ereignis

Das war die letzte Mondfinsternis für eine lange Zeit

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Bei der partiellen Mondfinsternis lag der Mond bis zu zwei Dritteln im Schatten der Erde. Jetzt heißt es: warten bis zur nächsten Mondfinsternis.

  • Am 16. Juli 2019 zog der Vollmond durch den Erdschatten - auf der Erde war eine partielle Mondfinsternis zu sehen.
  • Gegen 23.30 Uhr erreichte die Mondfinsternis ihr Maximum: Etwa zwei Drittel des Mondes waren dann verfinstert.
  • In Teilen Deutschlands versperrten Wolken den Blick auf das astronomische Ereignis - Abhilfe schaffte ein Livestream zur Mondfinsternis.

Eine partielle Mondfinsternis begeisterte am 16. Juli Sternengucker in ganz Europa. In Deutschland ging es mit der Halbschattenfinsternis bereits los, bevor der Mond aufgegangen war. Gegen 22 Uhr konnte man deutlich sehen, wie der Mond in den Erdschatten zog und von ihm langsam „angeknabbert“ wurde. Bis 1 Uhr nachts dauert das astronomische Phänomen.

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Bis über Deutschland wieder eine Mondfinsternis zu sehen ist, dauert es jetzt einige Jahre: Die nächste totale Mondfinsternis wird am 16. Mai 2022 zu sehen sein, allerdings geht der Mond während der Finsternis unter. Am 28. Oktober 2023 ist in Deutschland wieder eine partielle Mondfinsternis zu sehen.

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Allerdings sind nicht alle Objekte, die auf die Erde fallen, gefährlich: Im Juli und August kann man am Nachthimmel Sternschnuppen (Perseiden) beobachten.

Der Liveticker zur Mondfinsternis zum Nachlesen:

Update von 23.55 Uhr: Nicht vergessen: Um 00.37 Uhr zieht noch einmal die ISS über den Himmel. Sie wird ziemlich hoch zu sehen sein.

Update von 23.35 Uhr: Nach und nach wird sich der Mond jetzt wieder aus dem Kernschatten der Erde zurückziehen, bis er ihn gegen 1 Uhr verlässt. Bis 2.18 Uhr dauert dann noch die Halbschattenfinsternis - die man jedoch kaum noch mit bloßem Auge wahrnehmen kann.

Partielle Mondfinsternis - Die schönsten Bilder

Partielle Mondfinsternis: Mond erreicht maximale Verfinsterung

Update von 23.31 Uhr:Jetzt hat der Mond seine maximale Verfinsterung erreicht. Ungefähr zwei Drittel des Vollmonds sind jetzt vom Erdschatten bedeckt. Mehr bekommen wir heute leider nicht mehr zu sehen. Aber auch eine partielle Mondfinsternis ist ja sehenswert – zumal man auf die nächste totale Mondfinsternis in Deutschland noch einige Zeit warten muss: Sie findet erst am 16. Mai 2022 statt – und der Mond geht währenddessen unter. Die nächste partielle Mondfinsternis ist erst am 28. Oktober 2023 zu sehen.

Update von 23.03 Uhr: Haben Sie die ISS am Nachthimmel gesehen? Um 00.37 Uhr wird sie noch einmal über den Himmel ziehen. Doch zuvor folgt erst die maximale Phase der partiellen Mondfinsternis um 23.31 Uhr.

Update von 22.55 Uhr: Die ISS müsste demnächst (um 23.01 Uhr) etwa zehn Grad oberhalb des Mondes vorbeiziehen. Sie ist ein heller Lichtpunkt, der sich schnell über den Himmel bewegt.

Partielle Mondfinsternis: Am Himmel sind auch zwei Planeten und die ISS zu sehen

Update von 22.40 Uhr: Wer die letzten beiden Mondfinsternisse über Deutschland verfolgt hat, wird möglicherweise von der heutigen Mondfinsternis enttäuscht sein: Weil es sich nur um eine partielle Mondfinsternis handelt, wird es keinen „Blutmond“ geben. Der rostrote Farbton entsteht nämlich nur, wenn sich der Mond komplett im Erdschatten befindet. Der Erdschatten, der den Mond dann komplett verfinstert, lässt nur noch langwellige rote Lichtstrahlen durch – der Mond wird in blutrotes (oder rostrotes) Licht getaucht.

Update von 22.20 Uhr: Ein Hinweis für Sternengucker: Neben dem teilweise verfinsterten Mond kann man heute auch noch zwei Planeten am Nachthimmel entdecken: Saturn ist rechts oberhalb des Mondes als hell leuchtendes Objekt zu sehen. Weiter im Süden ist als ruhig leuchtendes Objekt der Planet Jupiter zu erkennen. Im Laufe der Mondfinsternis kann man auch zwei Mal die Internationale Raumstation ISS über den Nachthimmel huschen sehen (23.01 Uhr und 00.37 Uhr).

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Partielle Mondfinsternis: Kein „Blutmond“ in Aussicht

Update von 22.15 Uhr: Leider handelt es sich heute nur um eine partielle Mondfinsternis, das heißt, es wird kein „Blutmond“ am Himmel zu sehen sein (dazu später mehr). Der Mond wird bei dieser partiellen Mondfinsternis nur zu etwa zwei Dritteln verfinstert.

Update von 22.02 Uhr: Die partielle Mondfinsternis hat begonnen, der Mond ist in den Kernschatten der Erde eingetreten. Nun wird er sich bis 23.31 Uhr immer weiter in den Erdschatten hineinschieben.

Update von 21.40 Uhr: Wer klaren Himmel hat und die Mondfinsternis beobachten möchte, sollte sich ein gemütliches Fleckchen mit freiem Blick nach Osten/Südosten suchen. Im Osten ist der Mond gerade aufgegangen, im Laufe der Nacht zieht er nach Süden weiter. Dabei steigt er nicht sehr hoch über den Horizont - deshalb ist es wichtig, dass am Beobachtungsort möglichst keine Bäume oder Häuser am Horizont den Blick stören. Mehr muss man bei einer Mondfinsternis nicht beachten - im Gegensatz zur Sonnenfinsternis braucht man keinen Schutz für die Augen. Tipp: Schon mit einem kleinen Fernglas ist eine Mondfinsternis gleich noch viel beeindruckender. Auch hier gilt: Man braucht keinen speziellen Schutz für die Augen.

Mondfinsternis: Sonne, Erde und Mond stehen auf einer Linie

Update von 21.30 Uhr: Was passiert eigentlich bei einer Mondfinsternis? Vereinfacht dargestellt stehen Mond, Erde und Sonne auf einer Linie. Die Sonne strahlt die Erde an, die ihren Schatten auf den Mond wirft. Weil der Mond nicht selbst leuchtet, sondern nur das Licht der Sonne reflektiert, wird er vom Erdschatten verdunkelt. Weiter unten in diesem Artikel gibt es eine etwas detailliertere Erklärung, dort wird unter anderem auch erklärt, warum es nur zwei Mondfinsternisse im Jahr gibt und warum man häufiger eine Mondfinsternis beobachten kann als eine Sonnenfinsternis.

Update von 21.15 Uhr: Langsam aber sicher geht der Mond in Deutschland auf. In München ist das bereits um 21.02 Uhr geschehen, in Frankfurt passiert es um 21.23 Uhr, in Köln um 21.34 Uhr. Während wir auf den Beginn der sichtbaren Bedeckung warten, hier ein paar thematisch passende Artikelempfehlungen: Zum 50. Jahrestag der „Apollo 11“-Mission zum Mond haben wir hier alles Wissenswerte zur ersten Mondlandung zusammengetragen. Besonders spannend: Der Astrophysiker Harald Lesch erklärt, was an den Verschwörungstheorien zur Mondlandung dran ist: nicht viel. Und ein Filmtipp für alle, die sich für Raumfahrt oder auch nur für die „Apollo 11“-Mission interessieren: Der Dokumentarfilm „Apollo 11“ zeigt nur Original-Aufnahmen (Bild und Ton) von damals - und schafft es, die Geschichte so spannend zu erzählen, als wüsste man nicht, dass am Ende alles gut ausgeht. Besonders empfehlenswert ist der Film auf der großen Leinwand im Kino.

Partielle Mondfinsternis - zu sehen in fast ganz Europa

Update von 20.55 Uhr: Nicht jeder kommt heute in den Genuss einer Mondfinsternis. Nördlich des Mains ist es größtenteils bewölkt, während der Süden gute Chancen hat, das Himmelsspektakel zu sehen. Auch außerhalb Deutschlands ist die Mondfinsternis ein Thema: Sie ist in fast ganz Europa mit Ausnahme Großbritanniens und eines Großteils von Skandinavien zu sehen. Der afrikanische Kontinent kommt ebenfalls in den Genuss der partiellen Mondfinsternis.

Update von 20.40 Uhr: In wenigen Minuten (20.44 Uhr) wird der Mond in den Halbschatten der Erde eintauchen. Der Blick an den Himmel lohnt sich jedoch in Deutschland noch nicht: Der Mond ist hierzulande noch gar nicht aufgegangen. Wer trotzdem schon einen Blick riskieren möchte: Ein Livestream zeigt bereits jetzt den Mond - live aus Kroatien, Australien und Großbritannien.

Livestream der partiellen Mondfinsternis am 16. Juli 2019

Update von 20.25 Uhr: Der grobe Zeitplan der partiellen Mondfinsternis: Der Mond geht kurz nach 21.00 Uhr auf (je nach Beobachtungsstandort variiert die Zeit um einige Minuten). Um 22.02 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten ein, um 23.31 Uhr ist er maximal verfinstert, um 1.00 Uhr tritt er wieder aus dem Kernschatten aus und um 1.39 Uhr kann man nichts mehr sehen von einer Mondfinsternis – als hätte sie nie stattgefunden.

Update von 20.12 Uhr: Hallo und willkommen zum Ticker zur partiellen Mondfinsternis am heutigen 16. Juli 2019. Wir werfen im Laufe des Abends immer wieder einen aktuellen Blick auf die Mondfinsternis, außerdem wird es hier sicherlich auch um ein anderes Thema rund um den Mond gehen: Der 50. Jahrestag der ersten Mondlandung, der sich mit großen Schritten nähert. Heute vor 50 Jahren ist „Apollo 11“ zum Mond gestartet.

Partielle Mondfinsternis am 16. Juli 2019 läutet die Mond-Woche ein

Im Juli 2019 steht der Mond besonders im Fokus – denn vor 50 Jahren sind mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin erstmals Astronauten dort gelandet. Doch noch vor dem 50. Jahrestag der Mondlandung am 20./21. Juli gibt es einen anderen Grund, weshalb viele Menschen den Blick zum Mond richten dürften: Am 16. Juli - dem Tag, an dem Armstrong, Aldrin und Michael Collins zum Mond gestartet sind - ist eine partielle Mondfinsternis am Abendhimmel über Deutschland zu sehen.

Wer die längste totale Mondfinsternis im Juli 2018 und die Mondfinsternis im Januar 2019 verfolgt hat, dürfte von der partiellen Mondfinsternis im Juli 2019 allerdings enttäuscht werden: Der Mond wird nur zu einem Teil verdunkelt, es wird daher auch kein so genannter „Blutmond“ zu sehen sein. Doch auch ohne dass der Mond sich komplett rötlich einfärbt ist eine partielle Mondfinsternis sehenswert.

Partielle Mondfinsternis im Juli 2019: Wo ist sie heute zu sehen?

Die partielle Mondfinsternis ist heute in fast ganz Europa und in ganz Afrika in ihrer vollen Länge zu sehen. Auch die Westhälfte Asiens kommt in den Genuss der Mondfinsternis. In Deutschland ist die Mondfinsternis in ihrer vollen Länge sichtbar.

Eine gute Sicht auf die partielle Mondfinsternis werden heute Abend vor allem Schaulustige im Süden Deutschlands haben. „Südlich des Mains sind die Chancen am größten“, sagte Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die Wolkenverteilung sei über Deutschland zurzeit zweigeteilt. Das werde auch in der Nacht zum Mittwoch so sein. Über dem Norden gebe es eine dichte Bewölkung. Mit Glück könne aber in Richtung Nordosten die Wolkendecke auch mal aufbrechen und den Blick auf den Mond freigeben.

Was ist eine partielle Mondfinsternis?

Um den Mond teilweise zu verfinstern, müssen Sonne, Erde und Mond in der richtigen Position zueinander stehen. Steht die Erde während eines Vollmonds zwischen Sonne und Mond, fällt ihr Schatten auf den Mond – er wird verfinstert. Bei einer partiellen Mondfinsternis wandert der Mond nicht komplett, sondern nur zum Teil durch den Erdschatten. Nur ein Teil des Mondes wird so verdeckt. Während sich der Mond bei einer totalen Mondfinsternis rot färbt, geschieht das bei der partiellen Finsternis heute nicht.

Auch interessant:  Der Dokumentarfilm „Apollo 11“ zeigt die Mondlandung mit teils noch nie gesehenen Bildern

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Partielle Mondfinsternis im Juli 2019: Wie lange dauert sie heute?

Der Mond geht am 16. Juli etwa mit Sonnenuntergang auf, bereits zu diesem Zeitpunkt sollte man heute Abend den Beginn der Mondfinsternis erkennen können: Der Erdschatten schiebt sich von links oben langsam über den Mond.

Die Sichtbarkeit der partiellen Mondfinsternis beginnt nach Berechnungen heute Abend um etwa 21.25 Uhr. In den Kernschatten tritt der Mond um 22.02 Uhr ein, um 23.31 Uhr erreicht er die maximale Verfinsterung, dann ist der Vollmond zu 66 Prozent verfinstert. Um 1.00 Uhr tritt der Mond wieder aus dem Kernschatten aus, das Ende der Sichtbarkeit ist um etwa 1.39 Uhr erreicht. Am frühen Morgen geht der Mond kurz nach Sonnenaufgang unter.

Der Zeitplan der partiellen Mondfinsternis am heutigen 16. Juli 2019

Eintritt in den Halbschatten: 20.44 Uhr

Mondaufgang in Frankfurt: 21.23 Uhr

Sonnenunterang in Frankfurt: 21.28 Uhr

Sichtbarkeitsbeginn: 21.25 Uhr

Eintritt in den Kernschatten: 22.02 Uhr

Maximale Verfinsterung: 23.31 Uhr

Austritt aus dem Kernschatten: 1.00 Uhr

Sichtbarkeitsende: 1.39 Uhr

Austritt aus dem Halbschatten: 2.18 Uhr

Sonnenaufgang in Frankfurt: 5.34 Uhr

Monduntergang in Frankfurt: 5.50 Uhr

Wie beobachtet man die Mondfinsternis heute am besten?

Um die partielle Mondfinsternis zu beobachten, benötigt man keine Hilfsmittel. Man sollte sich heute Abend eine bequeme Beobachtungsposition mit freier Sicht in Richtung Südosten suchen. Der Mond wird im Osten aufgehen und steigt im Laufe der Nacht in Richtung Süden am Himmel nach oben. Häuser, Bäume oder Berge sollten den Blick nach Osten nicht versperren, denn der Mond steht während eines großen Teils der Mondfinsternis verhältnismäßig tief über dem Horizont. Wer bewohnte Gegenden hinter sich lässt und für die Mondfinsternis einen Beobachtungsstandort in der Natur sucht, hat den Vorteil, dass es weniger Lichtverschmutzung gibt und auch Sterne besser zu erkennen sind.

Im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis benötigt man bei der Beobachtung einer Mondfinsternis keine Schutzbrille. Wer sich heute den teilweise verfinsterten Mond genauer anschauen möchte, kann das mit einem Fernglas oder Teleskop tun, ohne besondere Vorkehrungen treffen zu müssen. Man kann das Naturspektakel jedoch auch ohne Vergrößerung deutlich sehen.

Mondfinsternis im Juli 2019: Freie Sicht heute in Süddeutschland

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Welcher helle Stern steht rechts oberhalb des Mondes?

Bei dem hellen Stern, den man am 16. Juli rechts oberhalb des Mondes sehen kann, handelt es sich um den Planeten Saturn. Der Ringplanet steht fast direkt gegenüber der Sonne (Experten nennen diese Position „Opposition“) und erreicht deshalb beinahe seine größte Helligkeit. Auch der Jupiter ist als auffallend helles, ruhig leuchtendes Objekt in südlicher Himmelsrichtung zu sehen.

ISS zieht während der Mondfinsternis heute Abend zweimal über den Himmel

Zweimal gesellt sich während der heutigen Mondfinsternis die Internationale Raumstation zu den Objekten am Nachthimmel: Kurz nach 23.01 Uhr erscheint die ISS etwa zehn Grad oberhalb des teilverfinsterten Monds als auffallend heller Lichtpunkt. Dabei erreicht sie eine maximale Höhe von rund 25 Grad über dem Horizont. Der zweite ISS-Durchgang beginnt um 00.37 Uhr am frühen Mittwochmorgen. Dann wird die Raumstation sehr hoch am Himmel aufsteigen, nahe am Zenit vorbeiziehen und infolgedessen markant und hell am Firmament zu sehen sein. 

Warum gibt es nicht jeden Monat eine Mondfinsternis?

Aus der Perspektive der Sonne wandert der Mond alle vier Wochen hinter der Erde vorbei – doch nicht jedes Mal entsteht dabei eine Mondfinsternis. Das liegt daran, dass die Mondbahn um etwa fünf Grad zur Erdbahn geneigt ist: Der Mond zieht meist etwas unter- oder oberhalb des Erdschattens vorbei. Nur wenn Mond, Sonne und Erde genau auf einer Achse liegen und der Vollmond durch den Schatten der Erde läuft, entsteht eine Mondfinsternis. Das passiert jedes Jahr zwei Mal, das heißt, es gibt jedes Jahr zwei Mondfinsternisse – irgendwo auf der Erde. Stünde man während einer Mondfinsternis auf dem Mond, würde man übrigens eine Sonnenfinsternis erleben. Wegen der komplexen Himmelsmechanik kommt es zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis auch immer zu einer Sonnenfinsternis. Die Sonnenfinsternis, die die partielle Mondfinsternis vom 16. Juli 2019 begleitet, fand bereits statt: Am 2. Juli war über Teilen Südamerikas eine totale Sonnenfinsternis zu sehen.

Mondfinsternisse kann man häufiger beobachten als Sonnenfinsternisse – warum?

Während man im letzten Jahr gleich mehrere Mondfinsternisse in Deutschland sehen konnte, gab es in diesem Zeitraum keine einzige Sonnenfinsternis. Woran liegt das? Eine Mondfinsternis ist von jedem Ort auf der Nachtseite der Erde aus sichtbar. Außerdem sieht man von jedem Ort auf der Nachtseite den gleichen Anblick. Bei einer Sonnenfinsternis ist das anders: Man kann die Finsternis nur in einem engen Korridor sehen – wer sich außerhalb befindet, sieht möglicherweise gar nichts.

Nach der Mondfinsternis im Juli 2019: Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Nach der partiellen Mondfinsternis vom 16. Juli 2019 dauert es eine Weile, bis die nächste Mondfinsternis von Deutschland aus sichtbar ist. Die Halbschattenfinsternis am 10. Januar 2020 ist zwar von Deutschland aus zu sehen - allerdings sind Halbschattenfinsternisse nur schwer erkennbar, da sich nur ein leichter Grauschleier über den Mond legt. Die nächste tatsächlich von Deutschland aus sichtbare Mondfinsternis ist eine totale Mondfinsternis am 16. Mai 2022 - bei der der Mond während der Finsternis untergeht. Am 28. Oktober 2023 ist in Deutschland wieder eine partielle Mondfinsternis zu sehen.

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