Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bildung

Meist leiten Männer Hochschulen

  • Franziska Schubert
    VonFranziska Schubert
    schließen

Die Frauenquote in Deutschland liegt lediglich bei rund 23 Prozent. Fachleute fordern mehr Diversität.

Mehr als drei Viertel der deutschen Hochschulleitungen sind männlich. Das hat eine Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh ergeben. „Die typische Leitung ist männlich, 57 Jahre alt und stammt aus Westdeutschland“, heißt es in einer Mitteilung. Ulrich Müller, der Leiter politische Analysen beim CHE, wünscht sich mehr Diversität auf den Chefsesseln; das sei ein wichtiges Signal für den Nachwuchs: . „Die Führungskräfte von morgen brauchen schon jetzt Vorbilder, die ihnen signalisieren, dass sie auch mit nicht-klassischen Biografien im Wissenschaftssystem Karriere machen können.“

Davon sind die mehrheitlich homogen mit Männern besetzten Hochschulleitungen derzeit aber noch weit entfernt: Weniger als ein Viertel der Hochschulen werden aktuell von einer Frau geleitet, der Anteil lag im September bundesweit bei 22,9 Prozent. Bei den privaten Hochschulen war die Frauenquote mit 20,8 Prozent noch etwas geringer.

Aber auch bei der Herkunft gibt es wenig Diversität: Bundesweit stammen die meisten Hochschulleitungen aus Westdeutschland. Lediglich zehn staatliche Hochschulen werden von Ostdeutschen oder Berlinern geführt. Von den rund 300 amtierenden Präsident:innen und Rektor:innen, deren Lebensläufe das CHE auswertete, haben gerade mal 15 einen ausländischer Geburtsort – und von diesen leiten zehn Personen eine private Hochschule.

Die Analyse ergab auch, dass seit 2016 rund jeder zweite Posten an der Spitze einer deutschen Hochschule neu vergeben wurde. „Gerade bei der großen Anzahl an Neubesetzungen von Hochschulleitungen in den vergangenen fünf Jahren wurde eine Chance zur Diversität verpasst, etwa die Frauenquote zu erhöhen“, betont Ulrich Müller. Dennoch böte das hohe Durchschnittsalter auf den Führungsetagen Gelegenheit, künftig für mehr Heterogenität zu sorgen. Bei staatlichen Hochschulleitungen liegt es bei aktuell bei 57,5 Jahren. Führungskräfte an privaten Hochschulen sind im Schnitt mit 55,7 Jahren etwas jünger.

Etwas diverser sind private Hochschulleitungen, was Herkunft und Erwerbsbiografie anbelangt. Zwölf von ihnen haben eine berufliche Ausbildung. Durchschnittlich sammelten die Leitungen rund 13 Jahre Berufserfahrung außerhalb des Wissenschaftssystems, oft auch im Ausland.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare