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Jubel im Kontrollzentrum der Nasa: "InSight" ist sicher auf dem Mars gelandet.

"InSight" auf dem Mars

Der Maulwurf ist gelandet

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Die Landung war nervenaufreibend, doch sie ist geglückt: Die Nasa-Sonde "InSight" mit dem "Maulwurf" genannten Instrument an Bord ist sicher auf dem Mars gelandet. Die Solarpaneele funktionieren offenbar.

Sie hat eine weite Reise hinter sich, die zum Ende hin noch einmal richtig nervenaufreibend wurde: Die Nasa-Sonde „InSight“ ist nach einer mehr als sechsmonatigen Reise über 485 Millionen Kilometer am Montagabend auf dem Mars gelandet.

Besonders die letzten Minuten waren für die Beteiligten und Zuschauer in aller Welt spannend: Der Ablauf der Landung war bis ins kleinste Detail choreografiert - nichts durfte schiefgehen. Aufgrund der großen Entfernung der Erde zum Mars war es nicht möglich, dass Menschen in den Landeprozess eingriffen. Daher musste alles automatisiert ablaufen.

Und tatsächlich: Es ging alles glatt, „InSight“ überstand die „sieben Minuten des Terrors“ genannte Landung. Jubel brandete auf im Kontrollzentrum der Nasa beim JPL in Pasadena. Bereits kurze Zeit später erreichte ein erstes Bild, das die Sonde auf dem Mars aufgenommen hatte, die Erde.

InSight soll die Umgebung erkunden

Es zeigt keinen besonderen Anblick, denn es wurde bewusst ein sehr unspektakulärer Landeplatz gewählt, um die Landung möglichst sicher zu machen. Vielmehr ging es bei dem Bild darum, zu überprüfen, ob „InSight“ sicher gelandet ist und nicht gerade auf einem Felsen zum Stehen gekommen ist.

Inzwischen ist auch klar, dass die Solarpaneele sich wie geplant geöffnet haben. Laut Nasa wurden entsprechende Signalein der Nacht gegen 2:30 Uhr MEZ (8:30 p.m. EST) empfangen.  

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In den kommenden Wochen soll „InSight“ mittels Kamera seine Umgebung erkunden. Dann werden die beteiligten Wissenschaftler entscheiden, wo die Instrumente der Mission - ein Seismometer und eine Wärmeflusssonde - abgesetzt werden sollen. Das Seismometer - eine europäische Koproduktion - soll unter anderem Marsbeben untersuchen, während die aus Deutschland stammende Wärmeflusssonde, die liebevoll „Maulwurf“ genannt wird, bis zu fünf Meter tief in den Mars hineinbohren und unter anderem herausfinden soll, wie die Wärme in dem Planeten fließt. All das soll den Forschern Rückschlüsse auf die Vergangenheit der Erde ermöglichen, die vor vielen Millionen Jahren dem Mars ähnlich war.

Eine Landung auf dem Mars ist - wegen der im Vergleich zur Erde sehr dünnen Atmosphäre - sehr schwierig. Nach Angaben der Nasa sind in der Vergangenheit sechzig Prozent aller Mars-Missionen gescheitert. Wie es aussieht, kann die US-Raumfahrtorganisation diese Zahl nun korrigieren. Denn „InSight“ scheint ein voller Erfolg zu werden. 

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