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Ein Selbstporträt von Mars-Rover „Curiosity“
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Ein Selbstporträt von Mars-Rover „Curiosity“

Nasa-Mission

Schimmernde Wolken auf dem Mars – Nasa-Rover „Curiosity“ sendet erstaunliche Bilder

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Der Mars-Rover „Curiosity“ sendet Aufnahmen von Wolkenformationen auf dem roten Planeten. Sie liefern der Nasa wichtige Hinweise.

In letzter Zeit hatte vor allem der Mars-Rover „Perseverance“ für Aufsehen in der Weltraumforschung gesorgt. Seit Mitte Februar ist der Nasa-Rover zur Erkundungsmission auf dem Mars. Doch nun macht „Curiosity“ wieder Schlagzeilen. Der Rover, der vor knapp zehn Jahren auf die Reise zum Erdnachbarn aufgebrochen ist, liefert wieder „spektakuläre“ Aufnahmen – diesmal von Wolken.

Nasa-Rover „Curiosity“ schickt spektakuläre Aufnahmen von Wolken auf dem Mars

Auf dem Mars sind wolkige Tage aufgrund der dünnen Atmosphäre eine Seltenheit. In der Regel bilden sich Wolken am Äquator des „roten Planeten“, und zwar zur kältesten Jahreszeit. Dann hat sich der Mars auf seiner oval-förmigen Laufbahn so weit wie möglich von der Sonne entfernt. Doch ein marsianisches Jahr zuvor – das entspricht zwei Erdjahren – bemerkte die Nasa, dass sich die Wolken über „Curiosity“ früher gebildet hatten als erwartet. In diesem Marsjahr war der Rover schließlich darauf vorbereitet, die frühen Wolken fotografisch festzuhalten – und die Forschenden wurden nicht enttäuscht.

Im späten Januar erschienen die schmächtigen Wolken schließlich wieder am Mars-Himmel. Die Aufzeichnungen von „Curiosity“ können den Wissenschaftler:innen nicht nur Aufschlüsse über die Formierung der Wolken geben, sondern auch, was diese von den üblich auftretenden Wolken unterscheidet. Normalerweise befinden sich Mars-Wolken in rund 60 Kilometer Höhe und bestehen aus Wassereis. Die neu dokumentierten Wolken befinden sich wohl in einer noch größeren Höhe. Das lasse sich unter anderem an ihrer Leuchtkraft erkennen. Weil diese Wolken so hoch über dem Mars stehen, wo es sehr kalt ist, geht das Nasa-Team zudem davon aus, dass sie aus gefrorenem Kohlendioxid, also Trockeneis bestehen.

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Am besten lässt sich die Struktur der Wolken in den Schwarz-Weiß-Aufnahmen von „Curiosity“ erkennen. Doch es sind die Farbaufnahmen, die „buchstäblich glänzen“ und die Wolken in schimmernden Pastellfarben zeigen.

Mars: Aufnahmen von „Curiosity“ gibt Aufschlüsse über Wolken

„Kurz nach Sonnenuntergang betrachtet, fangen ihre Eiskristalle das verblassende Licht ein und lassen sie gegen den immer dunkler werdenden Himmel zu leuchten erscheinen“, beschreibt die Nasa. „Diese Dämmerungswolken, auch bekannt als ‚noctilucent‘ (lateinisch: „nachtleuchtende“) Wolken, werden heller, wenn sie sich mit Kristallen füllen, und verdunkeln sich, wenn die Position der Sonne am Himmel unter ihre Höhe fällt.“

Noch atemberaubender seien die irisierenden Wolken auf dem Mars, auch als „Perlmuttwolken“ bekannt. „Sieht man eine Wolke in schimmernden Pastellfarben, liegt das daran, dass die Wolkenpartikel alle fast identisch in ihrer Größe sind“, erklärt Mark Lemmon vom Space Science Insitute in Boulder, Colorado. „Normalerweise passiert das kurz nachdem sich die Wolken formiert haben und im gleichen Tempo gewachsen sind. Es handle sich bei diesen Wolken um einige der buntesten Dinge auf dem roten Planeten.

Aufnahme vom Mars, zusammengesetzt aus fünf Bildern: Sie zeigt die schimmernden „Perlmuttwolken“.

Wenn man neben „Curiosity“ Sterne beobachten würde, könnte man diese Farben mit bloßem Auge erkennen, wenn auch nur blass, fügt Lemmon hinzu. „Ich bestaune immer die Farben, die erscheinen. Rot, grün, blau, lila. Es ist wirklich cool, etwas auf dem Mars zu sehen, das in vielen Farben schimmert.“ (Lukas Rogalla)

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