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Das NASA-Konzept eines Habitats im Orbit des Mars.
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Das NASA-Konzept eines Habitats im Orbit des Mars.

Raumfahrt

Mars: Die Idee einer Frau könnte Menschen zum Roten Planeten bringen 

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Nach der lange erwarteten Rückkehr des Menschen zum Mond wird bereits über einen bemannten Ausflug zum Mars spekuliert. Eine neue Idee könnte den Traum greifbar machen.

  • Die bemannte Raumfahrt erlebt ein fulminantes Comeback.
  • Das Konzept einer neuen Rakete könnte die Menschheit auf dem Weg zum Mars voranbringen.
  • News zur Weltraumforschung - Alle Neuigkeiten auf unserer Themenseite.

Princeton – Noch ist es der Stoff von Science-Fiction-Geschichten: der Flug zum Mars. Die erste Landung eines Menschen auf dem Roten Planeten ist auch der Traum von SpaceX-Gründer Elon Musk. Doch zum Mars ist es ein weiter Weg. Mit unserer derzeitigen Technologie würde eine Reise zum Mars Monate dauern und lange Raumflüge sind gefährlich. Nun könnte ein neuartiges Konzept einer Rakete das bisher unerreichte Ziel möglich machen. 

Mars: Neuartige Rakete könnte Reise zum Roten Planeten ermöglichen

Die Physikerin Dr. Fatima Ebrahimi vom Princeton Plasma Physics Laboratory (PPPL) hat das Konzept einer Fusionsrakete mit Plasma-Antrieb im Journal of Plasma Physics vorgestellt. Das Besondere an diesem Antrieb: durch die Fusionsrakete werden Plasma-Partikel von der Rakete in das Vakuum des Weltalls geschossen, was eine weitaus höhere Geschwindigkeit und Beschleunigung ermöglicht, als es bei herkömmlichen Raketen der Fall ist. Simulationen zeigen, dass die von Ebrahimi vorgestellte Rakete eine maximale Geschwindigkeit von 20 Kilometern in der Sekunde erreicht. 

Rakete zum Mars: Fusionsantrieb sorgt für hohe Geschwindigkeiten

„Ich habe an diesem Konzept eine Weile gearbeitet“, so Ebrahimi gegenüber dem Nachrichtenportal „SkyNews“. „Ich hatte die Idee im Jahr 2017, als ich über die Gemeinsamkeiten von Ausstoß von Automotoren und den ausgestoßenen Partikeln, die das PPPL entwickelt.“ Ebrahimi hat den Plasmaantrieb nicht neu erfunden, allerdings um ein entscheidendes Detail erweitert. Um die hohe Geschwindigkeit der Rakete für eine Reise zum Mars erreichen zu können, erweiterte Ebrahimi das Prinzip der magnetischen Rekonnexion. Die magnetische Rekonnexion wird durch sich abstoßende und wiederverbindende magnetische Felder erzeugt und setzt massive Energiemengen frei. Ein bereits bekanntes Phänomen, das nach dem Prinzip funktioniert, sind Sonneneruptionen.

Mars: Rakete funktioniert wie eine Sonneneruption

Die Genialität von Ebrahimis Idee zeigt sich schließlich, wenn man die Reise zum Mars gedanklich durchspielt. „Lange Reisen im Weltraum dauern Monate oder Jahre, da der Zündungsimpuls von chemischen Raketen sehr niedrig ist, weshalb ein Raumschiff eine Weile brauchen würde, um eine Reisegeschwindigkeit zu erreichen. Aber wenn wir einen Antrieb auf dem Prinzip der magnetischen Rekonnexion entwickeln, könnten wir Langzeitmissionen in einer wesentlich kürzeren Zeitspanne durchführen.“ Die Rakete könnte damit eine zehn Mal höhere Geschwindigkeit als konventionelle Raketen erreichen. 

Wird also die Reise zum Mars in greifbarer Nähe möglich sein? Nun, zumindest theoretisch, ja. „Der nächste Schritt ist, einen Prototyp zu bauen“, so Ebrahimi. Durch ihre Idee könnte die Menschheit dem weiten Weg zum Mars einen Schritt näher gekommen sein. (Marvin Ziegele) 

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