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Hass gegen Wissenschaftsjournalistin

Mailab über Verschwörungstheorien: „Aufmerksamkeit ist alles, was sie brauchen“

  • vonDavid Suárez Caspar
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Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim alias „Mailab“ spricht über persönliche Anfeindungen - auf Youtube, doch längst nicht nur dort.

Mai Thi Nguyen-Kim, Wissenschaftsjournalistin, Chemikerin und Grimme-Preisträgerin, erzählt im SWR-Format „Kurzstrecke“ über Anfeindungen gegen ihre Person. „Ganz oft, wenn ich besonders krass angefeindet werde, dann ist das auf Basis von Falschinformationen“, erklärt die 33-Jährige dem Moderator Pierre M. Krause in Hamburg.

Als Beispiel für Falschinformationen führt die Nguyen-Kim das Strohmann-Argument an, bei der eine Aussage so verzerrt oder überspitzt aufgenommen werde, dass es angreifbar wird. „Ich sehe ganz oft, dass ich irgendwie sage: ‚Wir sollten darauf achten, dass wir Wissenschaft korrekt vermitteln.‘ Und dann sagt irgendjemand anders ‚sie möchte die Meinungsfreiheit abschaffen. Sie würde am liebsten eine Diktatur wie in China haben, diese Chinesin.‘ Da sind ja gleich mehrere Falschinformationen drin“, sagt sie.

maiLab: Nguyen-Kim warnt Community davor verschwörungstheoretische Inhalte zu teilen

Diese Aussagen dienen als Grundlage für weitere Kritik. „Ich weiß nicht, ob das besonders frustrierend ist, dass es diese falschen Infos über mich gibt, oder ist es sogar beruhigend, dass sie das angreifen und, wenn sie mir zumindest zuhören würden, höchstwahrscheinlich auch gar nicht so böse wären,“ erzählt die Journalistin.

Mai Thi Nguyen-Kim klärt in ihrem Youtube-Kanal „MaiLab“ über Wissenschaftsthemen auf.

Nguyen-Kim schätzt die Unterstützung, die sie durch ihre Community erhält. Allerdings warnt sie ihr Publikum auch davor, verschwörungstheoretische Inhalte zu teilen. „Sagen wir, irgend so ein Verschwörungsguru hetzt gegen mich und dann gibt es Leute, die das screenshotten. Die wollen mich unterstützen und wollen solidarisch mit mir sein und retweeten das.“ Doch die Verbreitung darf ihrer Meinung nach nicht geschehen, denn so würden Falschinformationen weiter verbreitet und in die Welt hinausgetragen. „So funktioniert das – durch Empörung, durch Aufmerksamkeit. Das ist alles, was sie brauchen“, erklärt sie. Dass sich Personen über Verschwörungstheoretiker:innen aufregen würden, mache es nicht besser. „Im Gegenteil: Die leben davon.“

Mai Thi Nguyen-Kim\tWissenschaftsjournalistin und Chemikerin
Geburtstag07. August 1987
AuszeichnungenBundesverdienstkreuz, Hanns-Joachim Friedrichs-Preis, Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus, Grimme Online Award

Erst kürzlich wendete sich Mai Thi Nguyen-Kim an ihre Community, um einen besseren Umgang mit Hasskommentaren zu finden. Denn mit zunehmender Aufmerksamkeit steige auch die Anzahl von Hasskommentaren unter ihren Videos. Als Gegenmittel zum Hass in der Kommentarspalte nannte sie 1. Melden, Löschen, Blocken, 2. Moderieren und versachlichen sowie 3. Ignorieren. (David Suárez Caspar)

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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