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Im Weltraum sind Menschen mehreren für sie potenziell schädlichen Faktoren ausgesetzt, darunter radioaktiven Strahlen und Schwerelosigkeit.
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Im Weltraum sind Menschen mehreren für sie potenziell schädlichen Faktoren ausgesetzt, darunter radioaktiven Strahlen und Schwerelosigkeit.

Medizin

Lange Raumflüge schädigen Mitchondrien

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Krebsmediziner:innen aus den USA untersuchen die Auswirkungen von Schwerelosigkeit und Strahlen auf Zellen.

Ein Aufenthalt im Weltraum kann zu Fehlfunktionen und Schäden in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen, führen. Das haben Krebsforscher:innen des Georgetown Lombardi Comprehensive Cancer Center bei einer Studie festgestellt. Basis waren Daten der US-Raumfahrtbehörde Nasa über Mäuse und 59 Menschen, die in den Weltraum geflogen waren. Worauf die Veränderungen zurückzuführen sind, lässt sich noch nicht im Detail sagen, im Verdacht steht vor allem die Strahlung.

Im Weltraum sind Lebewesen mehreren für sie potenziell schädlichen Faktoren ausgesetzt, darunter radioaktiven Strahlen und Schwerelosigkeit. Das Forschungsteam untersuchte die Auswirkungen der Bedingungen im All auf verschiedene Gewebetypen. Das Ergebnis war immer gleich, sagt die Onkologin Evagelia Laiakis: „Wir kamen stets zur Schlussfolgerung, dass die Funktion der Mitochondrien durch Reisen ins All beeinträchtigt wird.“

Die Mitochondrien sind winzige Zellorganellen, die eine eigene DNA besitzen und dafür zuständig sind, dass Nährstoffe in Energie umgewandelt werden. Außerdem sind die Mitochondrien auch Signalgeber für den programmierten Zelltod, der dafür sorgt, dass schadhafte und/oder bösartig gewordene Zellen sich selbst vernichten. Deshalb werden Fehlfunktionen der Mitochondrien auch mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht.

Von den Organen sei die Leber besonders betroffen gewesen, sagt Evagelia Laiakis. Insgesamt bewertet sie die Ergebnisse mit Blick auf künftige Reisen zum Mars „besorgniserregend“. Die Studie wurde im Fachmagazin „Cell“ veröffentlicht.

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