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ÖKO-LOGISCH

Landregen adé

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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Kennen Sie das, wenn es für eine Viertelstunde plötzlich schüttet wie aus Eimern? Dieses Vergnügen werden wir künftig öfter haben. Dem Klimawandel sei Dank.

Regen ist nicht gleich Regen. Immer feucht, immer von oben, klar. Aber sonst gibt es große Unterschiede. Man kennt Landregen, Starkregen, Platzregen, Steigungsregen, Konvektionsregen, Frontregen, Sprühregen und unterkühlten Regen. Das ist schon seit langem so. Und diese verschiedenen Regenformen wird es auch weiterhin geben. Aber es ändert sich trotzdem etwas, und, wie zu erwarten, natürlich hat das etwas mit dem Klimawandel und der erwärmten Atmosphäre zu tun.

Jeder kennt das. Den Landregen, jenen Dauerregen, wie ihn die Bauern so mögen, scheint es kaum noch zugeben. Jenen über mehrere Stunden, vielleicht sogar Tage anhaltenden milden Niederschlag, der gleichmäßig und mit nur etwa einem halben Liter Wasser pro Quadratmeter und Stunde alles allmählich durchfeuchtet – und dabei keine Schäden verursacht, weder auf dem Acker noch im (vollgelaufenen) Keller. Dafür schüttet es dann gerne für eine Viertelstunde so granatenmäßig, dass beim Autofahren der Scheibenwischer fast stehen bleibt und man Sorge hat, ob die Dachrinne zuhause das ganze Wasser noch fassen kann.

Was vom Himmel kommt

Expert:innen von vier Bundesbehörden und -instituten, darunter dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie vom Deutschen Wetterdienst (DWD), haben jetzt in einem Forschungsprojekt namens „KlamEx“ nachgewiesen: Der typische großflächige Landregen ist hierzulande tatsächlich seltener geworden, dafür gibt es aber häufiger kleinräumigen Starkregen – typischerweise Gewitter. Das passt zu den Voraussagen von Klimaforscher:innen, wonach die Erderwärmung die Häufigkeit von Extremwettereignissen steigen lässt. Konkret aufgezeigt wurde es jetzt für Deutschland durch eine genaue Analyse von Niederschlagsdaten aus den Jahren 2001 bis 2020.

Dabei geht es, wie jeder spätestens seit den Flutkatastrophen in Rheinland-Pfalz und in NRW weiß, um zentrale Zukunftsfragen. Vier Bundesinstitutionen haben die Gefahren nun unwiderlegbar analysiert. Das ist eine gute Voraussetzung dafür, dass Vorbeugung, Anpassung und Katastrophenschutz verbessert werden. „Starkregen kann jeden treffen! Und dieses Problem wird sich in einer heißeren Zukunft weiter verschärfen. Es ist deshalb dringlich zu handeln – und das ist möglich“, sagte DWD-Vorstand Tobias Fuchs. Nun muss das nur noch umgesetzt werden ...

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