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Trotz der Unterstützung durch Krombacher wird es rund 100 Jahre dauern, bis der ursprüngliche Wasserhaushalt im indonesischen Nationalpark Sebangau wiederhergestellt sein wird.

Kolumne Öko-Logisch

Saufen für mehr Wasser

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Die Krombacher-Brauerei hat ihren ökologischen Fußabdruck überprüft und weniger beachtet von der Öffentlichkeit mit dem WWF Klimaschutzprojekte fortgeführt. Die Kolumne.

Saufen für den Regenwald. Kritiker verballhornten so das „Regenwald-Projekt“, das die Krombacher-Brauerei 2002 auflegte. Mit jeder gekauften Flasche Bier fließe Geld in den fürs Weltklima so wichtigen Waldschutz, versprach das Unternehmen zusammen mit der Umweltstiftung WWF, und Moderator Günther Jauch ließ sich in TV-Spots dafür einspannen. Damals ging es um ein Projekt in Afrika, im Dzanga-Shanga-Gebiet. „Greenwashing“ warfen Öko-Experten der Brauerei damals vor; es gehe ums grüne Image und nicht darum, selbst klimafreundlich zu produzieren.

Tatsächlich hatte Krombacher hier wenig vorzuweisen. Doch die Kritik zeigte Wirkung, die Brauerei berechnete den Öko-„Fußabdruck“ für ihr Bier, stellte auf Ökostrom um und richtete einen Nachhaltigkeitsrat ein. Und, weniger beachtet von der Öffentlichkeit als bei den Jauch-Spots, führte sie zusammen mit dem WWF auch die Regenwald-Klimaschutzprojekte fort – und zwar in Indonesien, auf Borneo. Dort geht es um den Schutz von Torfmoorwäldern und um Wiederaufforstung degenerierter Wälder.

Fünf Krombacher-Millionen

Immerhin mit 5,4 Millionen Euro hat die Brauerei die WWF-Aktivitäten in Borneo gesponsert, und um den Erfolg auch wasserdicht zu machen, wurden ausgewiesene Experten mit einer Klimabilanz beauftragt: das Unternehmen „Remote Sensing Solutions“, das Satellitendaten auswertet, sowie den Moorforscher Professor Hans Joosten von der Universität Greifswald. Die kann sich sehen lassen: Danach wird jährlich der Ausstoß von drei Millionen Tonnen CO2 vermieden – in etwa soviel, wie ein generelles 120er Tempolimit auf deutschen Autobahnen bringen würde.

Die Klimawirkung beruht vor allem auf der Verbesserung des Wasserhaushalts von Torfmoorwäldern im indonesischen Nationalpark Sebangau. Dort wurden 1181 Dämme gebaut, um die Austrocknung des Bodens zu stoppen, durch die viel CO2 freisetzt wird. Das Gebiet war über Jahrzehnte durch Kanäle systematisch trockengelegt worden. Sie dienten vor Einrichtung des Schutzgebiets dazu, gefällte Bäume abzutransportieren. Das wird nun rückgängig gemacht.

Leider wird es nach Angaben der Wissenschaftler rund 100 Jahre dauern, bis sich der ursprüngliche Wasserhaushalt wieder eingestellt hat. Biertrinken mit Langfristwirkung, sozusagen.

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