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Darmkrebs-Studie: Welche Gerichte das Risiko erhöhen

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Von: Vincent Büssow

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Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass eine Ernährung, die viele stark verarbeitete Fertiggerichte beinhaltet, das Risiko für Darmkrebs erhöht.
Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass eine Ernährung, die viele stark verarbeitete Fertiggerichte beinhaltet, das Risiko für Darmkrebs erhöht. © Monkey Business 2/Imago

Einer neuen Studie zufolge besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fertiggerichten und der Entwicklung von Darmkrebs – vor allem bei Männern.

Massachusetts – Es ist kein Geheimnis, dass Fertiggerichte ungesund sind. Egal ob Pizza oder Gemüseauflauf: Die vorgekochten Mahlzeiten enthalten schädliche Inhaltsstoffe, um haltbar gemacht zu werden. Die Konsequenzen können vielseitig sein, wobei eine neue Studie jetzt eine Verbindung zu Darmkrebs hergestellt hat – mit einem Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Die Studie des Forscher:innenteams der Universitäten Tufts und Harvard wurde im British Medical Journal veröffentlicht. Dabei wurden die Essgewohnheiten von mehr als 200.000 Menschen über einen Zeitraum von 25 Jahren unter die Lupe genommen. Die Teilnehmer:innen füllten alle vier Jahre einen Fragebogen aus, in dem nach der Konsumhäufigkeit von etwa 130 Nahrungsmitteln gefragt wurde. Dies wurde mit der Frequenz von Darmkrebserkrankungen verglichen. Darmkrebs zählt mitunter zu den tödlichsten Krebs-Arten.

Darmkrebs
Fachbegriff:kolorektales Karzinom
Häufig betroffen:Dickdarm, Grimmdarm, Mastdarm
Vorkommen:bei Männern dritthäufigste, bei Frauen zweithäufigste Krebserkrankung

Darmkrebs-Studie: Ernährung mit Fertigprodukten erhöht das Risiko

Ausgangspunkt für die Studie sei der Gedanke gewesen, dass Darmkrebs der Krebs sein könnte, der am ehesten durch die Ernährung beeinflusst wird. Außerdem war bereits bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von stark verarbeiteten Fertiggerichten und Übergewicht besteht, welches wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Darmkrebs zu erkranken. Tatsächlich stellten die Forscher:innen eine Korrelation fest.

Bei Männern, die häufig stark verarbeitete Lebensmittel konsumieren, ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, der Studie zufolge um ganze 29 Prozent erhöht. Bei Frauen wurde dieser Zusammenhang nicht festgestellt. Den Autor:innen zufolge könnte der Grund für diesen Unterschied in den Auswirkungen von Fettleibigkeit und Sexualhormonen liegen. In der Studie wurden außerdem weitaus mehr Frauen untersucht als Männer. Dennoch kommen die Forscher:innen zu dem Schluss, dass ein allgemeiner Zusammenhang zwischen dem Konsum von stark verarbeiteten Fertiggerichten und der Entwicklung von Darmkrebs besteht. Handelt es sich wirklich um Darmkrebs, äußert sich dieser meist mit speziellen Symptomen.

Erst vor Kurzem gab eine Studie Hinweise darauf, dass eine bestimmte Ernährung zu Depressionen führen kann. Auslöser soll eine bestimmte Aminosäure sein. (vbu)

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