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Ihre Milch war ursprünglich nur für ihre Jungen gedacht - dann entwickelte sich der Mensch zum Kuhmilchtrinker und Kühe zu Hochleistungsmilchproduktionsmaschinen.

Kolumne „Öko-logisch“

CO2-Abdruck auf der Milchpackung

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Was halten Verbraucher von der Idee eines CO2-Fußabdruck auf der Milchpackung und auf anderen Produkten? Gar nicht wenig, wie sich zeigt.

Überall sind sie derzeit zu sehen, die Werbeplakate eines schwedischen Herstellers von pflanzlichen Milchersatzgetränken auf Haferbasis. In großen schwarzen Lettern auf weißem Grund steht da: „It’s like milk but made for humans.“ „Es ist wie Milch, aber für Menschen gemacht.“

Der Spruch kommt schlicht und lifestylig daher, enthält aber eine fundamentale Kritik an der industriellen Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung: Die Milch von Kühen, Schafen, Ziegen oder Pferden war ursprünglich nur für ihre Jungen gedacht, bevor der Mensch kam, sich zum lebenslangen Milchtrinker entwickelte und Kühe zu Hochleistungsmilchproduktionsmaschinen gemacht hat, mitsamt all den grausamen Zuständen in den heutigen Großställen.

„Milch“ darf sich so ein Hafergetränk übrigens offiziell nicht nennen. Die Bezeichnung ist nach EU-Recht für tierische Milch reserviert. Hafermilch-Produzenten müssen sich Phantasienamen einfallen lassen. Oder eben gute Werbesprüche.

CO2-Fußabdruck ist auf dem Werbeplakat angegeben

Und dann ist da rechts unten auf dem Werbeplakat auch noch der CO2-Fußabdruck des Getränks angegeben. Beim Haferdrink Calcium sind es 0,29 Kilo CO2 pro Kilo, bei der Barista Edition 0,42 Kilo. Fast ein Pfund Treibhausgas pro Getränkepackung, ist das nicht unheimlich viel? Bei einem Liter pro Woche wären das schon 15 bis 21 Kilo CO2, die auf das jährliche persönliche Kohlenstoff-Budget obendrauf kommen.

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Wenn es nach der in London ansässigen Initiative Carbon Trust geht, würde es solche Angaben künftig auf allen Produkten geben. Auf einen Blick würde der Verbraucher dann erkennen, wie viel CO2 er mitkauft. Bei einem Liter konventionell erzeugter Kuhmilch wäre das rund ein Kilo CO2, also deutlich mehr als bei dem pflanzlichen Ersatzprodukt.

Bei Weizenmehl liegt der CO2-Rucksack schon bei 1,7 Kilo, bei Schweinefleisch bei knapp acht Kilo und bei Rindfleisch sogar bei mehr als 20 Kilo, jeweils pro Kilogramm.

Wie Verbraucher zu einer solchen CO2-Kennzeichnung stehen, hat Carbon Trust nun mit einer internationalen Umfrage in Nordamerika und Europa erfragen lassen. Im Schnitt unterstützen demnach zwei Drittel der Bürger die Idee. Und nicht nur das, ihre Meinung über die Unternehmen würde auch steigen, wenn diese die Klimabilanz ihrer Produkte offenlegen und sich um mehr Klimafreundlichkeit bemühen. Das wäre dann auch „für Menschen gemacht“.

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