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Klima

Der größte Eisberg der Welt: „A-76“ bricht vom Schelfeis der Antarktis ab

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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In der Antarktis hat sich der größte Eisberg der Welt vom Schelfeis gelöst. Mit einer Fläche so groß wie Mallorca driftet er aufs offene Meer.

Washington – Ein riesiger Eisberg hat sich vom Eis der Antarktis gelöst und driftet Richtung offenem Meer. Die Eismasse, die als A-76 bezeichnet wird und von einem Wissenschaftler am 13. Mai entdeckt wurde, hat eine Fläche von 4.320 Quadratkilometern und ist damit offiziell der größte Eisberg der Welt. Er ist von der Fläche größer als die bei deutschen Urlaubern so beliebte Ferieninseln Mallorca. Dies berichtet die Huff Post.

Der Eisberg war zuvor Teil des Filchner-Ronne-Schelfeises im Wedellmeer, welches in Richtung der Südspitze Südamerikas liegt und stellenweise mehr als einen Kilometer dick ist. Dort wurde vor kurzem erst tief unter dem Eis Leben entdeckt. Als Schelfeis werden jede Eisflächen der Antarktis bezeichnet, welche zwar von den Gletschern des Kontinentes gespeist werden, jedoch auf dem offenen Meer um den Kontinent treiben.

Eisberg so groß wie Mallorca: „Kalben“ von A-76 „nichts ungewöhnliches“

Das Abbrechen des Eisberges, von Experten „kalben“ genannt, sei zwar nicht unerwartet gewesen, aber dennoch überraschend gewesen, sagte Christopher Readinger, Leitender Analyst beim U.S. National Ice Center (USNIC) der Huff Post. Grund dafür sei, dass es kaum vorhersehbar ist, wann größere Eismassen vom Schelfeis der Antarktis abbrechen. Auch Risse im Eis seien dafür oft nur ein unzuverlässiger Hinweis, so Readinger.

Abgebrochener Eisberg in der Antarktis.

Das „Kalben“ ist eigentlich nichts Ungewöhnliches, teilen die Experten mit. Selbst das Entstehen von riesigen Eisbergen wie A-76 sei kein Grund zur Besorgnis, solange mehr Eis durch Schneefall neu entstehe, als durch das Schmelzen und „kalben“ verloren gehe. Da der Eisberg zudem bereits vor dem Abbrechen vom Schelfeis auf dem Wasser geschwommen hätte, würde ein Abtauen der Eismasse zudem nicht zu einem Anstieg des Meeresspiegels betragen. Kurzum: Das „Kalben“ von A-76 muss nicht zwangsläufig etwas mit dem Klimawandel in der Antarktis zu tun haben.

Antarktis: Was passiert jetzt mit dem Eisberg?

Experten versuchen nun laut der Huff Post herauszufinden, was als Nächstes mit dem riesigen Eisberg passieren wird. Zwar sei klar, dass Teile des Eisberges abschmelzen werden und er auf dem Meer nach und nach in kleinere Stücke zerbrechen wird. Wo und wann dies geschehen wird, ist jedoch noch unklar. Selbst losgelöst vom Schelfeis können Eisberge Jahrzehnte im Wasser um die Antarktis schwimmen. Der Eisberg könnte aber auch seine Reise gen Norden antreten und dort in wärmerem Wasser schneller schmelzen.

Fürs Erste gesellt sich A-76 zu seinem Vorgänger als größtem Eisberg der Welt, A-23A im Wedellmeer. Das „A“ bei der Bezeichnung bezieht sich dabei übrigens auf den Standort des Abbrechens, nämlich die Wedell- und Bellingshausen-Meere. Die Zahl bezieht sich auf den Gletscher, aus welchem das Eis des Eisberges stammt. (als)

Rubriklistenbild: © Tim Kalvelage/dpa

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