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Der Asteroid 2016 HO3 umkreist die Erde.

Asteroid 2016 HO3

Kleiner Asteroid tanzt um die Erde

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Neben dem Mond hat die Erde noch einen zweiten Begleiter: Ein erst kürzlich entdeckter kleiner Asteroid umkreist unseren Planeten seit etwa hundert Jahren. Eine Gefahr für die Erde stellt er nicht dar, betonen Forscher.

Wer gedacht hat, nur der Mond umkreist die Erde, der hat sich geirrt: Im April haben Astronomen auf Hawaii einen kleinen Asteroiden entdeckt, der die Erde umkreist. Der kleine Himmelskörper, der die Bezeichnung 2016 HO3 erhalten hat, umkreist die Erde - ist jedoch zu weit entfernt, um ein "echter" Satellit des Planeten zu sein, wie die US-Raumfahrtorganisation Nasa betont. 2016 HO3 sei jedoch das beste Beispiel für einen "erdnahen Begleiter".

"Weil 2016 HO3 um unseren Planeten kreist und sich nie weit weg wagt, bezeichnen wir ihn als einen Quasi-Satelliten der Erde", erklärt Paul Chodas vom Nasa-Programm für erdnahe Objekte (NEO). Die Berechnungen der Forscher zeigen, dass der Asteroid die Erde bereits seit fast hundert Jahren begleitet - und sie für weitere Jahrhunderte begleiten wird. "Die Schwerkraft der Erde ist gerade stark genug, um den Asteroiden festzuhalten" so Chodas. Der Asteroid entferne sich deshalb nie weiter als die hundertfache Entfernung zum Mond und komme nie näher als die 38-fache Entfernung zum Mond. "Der Asteroid ist in einem kleinen Tanz mit der Erde gefangen", verdeutlicht Chodas.

Wie groß genau der Asteroid ist, können die Forscher noch nicht sagen. Bisher legen sie sich nur darauf fest, dass der Himmelskörper größer als 40 Meter und kleiner als 100 Meter ist. Eine Gefahr für die Erde drohe von dem kleinen Asteroiden nicht, betont die Nasa: Er komme der Erde nie näher als 14 Millionen Kilometer. Der Mond hingegen ist im Schnitt nur 384.400 Kilometer von der Erde entfernt.

Bereits vor einigen Jahren gab es einen Asteroiden - 2003 YN107 - der für einige Jahre eine ähnliche Umlaufbahn um die Erde hatte wie der neu entdeckte Himmelskörper. Ein internationales Forscherteam hat mit Hilfe eines Supercomputers den Vorbeiflug von zehn Millionen Asteroiden an der Erde simuliert. Das Ergebnis: Zu jeder Zeit sollte es mindestens einen Asteroiden mit einem Durchmesser von mindestens einem Meter geben, der die Erde umkreist. "Mini-Monde" heißen die kleinen Cousins des Mondes, die von der Schwerkraft der Erde eingefangen werden und in ungleichmäßigen Bahnen um die Erde kreisen, bis sie sich schließlich wieder losreißen.

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