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Buzz Aldrin auf der Mondoberfläche, in seinem Helm spiegelt sich der Fotograf der Szene, Neil Armstrong, und die Mondlandefähre "Eagle".

45 Jahre Mondlandung

Der kleine Schritt eines Mannes

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Vor 45 Jahren setzte der erste Mensch seinen Fuß auf den Mond, beobachtet von einer halben Milliarde Menschen vor den TV-Geräten. Doch seit mehr als 40 Jahren ist kein Mensch mehr auf dem Mond gewesen und die Nasa blickt lieber Richtung Mars.

Es ist ein Ereignis, das Geschichte geschrieben hat, ein Moment, an den sich jeder Zeitzeuge zurückerinnert und bei dem jeder weiß, wo er war, als es passierte: die Mondlandung am 20. Juli 1969 (21. Juli deutscher Zeit). „Meine Frau Jackie, einige Kollegen und ich sind von einem Wochenende in New Orleans zurückgekehrt, um die Mondlandung auf einem kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher anzuschauen“, erinnert sich Charles Bolden, seit 2009 Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa, an den bedeutsamen Tag vor 45 Jahren zurück, an dem etwa eine halbe Milliarde Menschen in aller Welt vor den Fernsehgeräten saß, und zuschaute, wie etwa 400 000 Kilometer entfernt Geschichte geschrieben wurde.

„Ein kleiner Schritt für einen Mann, ein großer Schritt für die Menschheit“, dieser Satz von Neil Armstrong, dem Astronauten, der als erster den Mond betrat, ging in die Geschichte ein. Ungefähr acht Jahre ist es da her, dass US-Präsident John F. Kennedy – getrieben von den sowjetischen Raumfahrt-Erfolgen – von seinem Land und der Nasa forderte, noch im gleichen Jahrzehnt einen Menschen auf den Mond und sicher zur Erde zurück zu bringen. Dass die Nasa das ehrgeizige Ziel erreichte, bekam Kennedy selbst jedoch nicht mehr mit: Er wurde im November 1963 erschossen.

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Sieben Monate vor der historischen Mondlandung sahen erstmals Astronauten die Rückseite des Mondes: Apollo 8 umkreiste mit den Astronauten Frank Borman, James Lovell und William Anders den Erdtrabanten. Die drei Astronauten waren diejenigen, die das berühmte „Earthrise“-Bild mit zur Erde brachten. Das Bild änderte, wie die Menschen ihren eigenen Planeten wahrnahmen, doch den Ruhm, als erster Mensch einen Fuß auf einen anderen Himmelskörper gesetzt zu haben, durften die Astronauten nicht einheimsen.

Der Name Neil Armstrong ist jedoch untrennbar mit dem historischen Ereignis verbunden, genau wie der von Edwin „Buzz“ Aldrin, dem zweiten Menschen auf dem Mond. Auf einer Pressekonferenz nach der erfolgreichen Rückkehr zur Erde, sprach Neil Armstrong 1969 von „dem Beginn eines neuen Zeitalters“ – Michael Collins, der an Bord der Apollo 11 blieb, während seine Astronauten-Kollegen den Mond betraten, sprach zu diesem Zeitpunkt gar schon von zukünftigen Flügen zum Mars.

Seit 1969 haben insgesamt zwölf Astronauten den Mond betreten, sechs Missionen (Apollo 11 und 12, sowie 14 bis 17) waren erfolgreich, bis das Apollo-Programm 1972 eingestellt wurde. Seitdem hat kein Mensch mehr den Mond betreten, die Welt hat sich gewandelt und die Nasa hat längst ein anderes Ziel im Visier: den Mars.

„Danke, Neil, Buzz und Mike. Wir stehen auf euren Schultern, bauen auf dem auf, was ihr erreicht habt“, sagt Nasa-Chef Bolden zum 45. Jahrestag der Mondlandung. „Wir bereiten uns darauf vor, den nächsten großen Schritt für die Menschheit zu machen“, erklärt er und meint damit das ehrgeizige Ziel der Nasa, endlich einen Fuß auf einen weiteren Himmelskörper zu setzen: Erst auf einen Asteroiden, später sollen Menschen dann auch im roten Sand des Mars Fußabdrücke hinterlassen.

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