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Am 16. Juli 1969 startet die Saturn-V-Rakete und bringt "Apollo 11" auf dem Weg zum Mond.
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Am 16. Juli 1969 startet die Saturn-V-Rakete und bringt "Apollo 11" auf dem Weg zum Mond.

Raumfahrt

Der Kalte Krieg reichte bis ins All

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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Auf den Sputnik-Schock folgte der Wettlauf der Supermächte USA und Sowjetunion ins All. Er endete mit der Mondlandung. Ziel der Zukunft ist der erste Mensch auf dem Mars.

Als im Oktober 1957 der sowjetische Satellit „Sputnik 1“ erstmals Signale aus dem Weltraum zur Erde schickte, war der Schock im Rest der Welt groß: Mitten im Kalten Krieg hatte die Sowjetunion einen Satelliten ins Weltall geschickt, dessen Signal überall auf der Welt empfangen werden konnte. Mittlerweile umkreisen knapp 1500 aktive Satelliten die Erde. Sie beobachten und vermessen unseren Planeten, ermöglichen Kommunikation, Fernsehen und mehr. Doch bevor Satelliten zu etwas alltäglichem wurden, stand der Menschheit erst einmal der sogenannte „Space Race“ bevor. Der Wettlauf ins All wurde ausgelöst durch den Sputnik-Schock, auf den nur kurze Zeit später der zweite Streich der Sowjetunion folgte: An Bord einer Rakete schickte das kommunistische Land das erste Lebewesen – die Hündin Laika – ins All.

Erst nach Laikas tödlichem Ausflug in den Weltraum gelang es den USA, erstmals einen Satelliten ins All zu schicken: „Explorer 1“ machte im Februar 1958 bereits erste wissenschaftliche Untersuchungen aus der Umlaufbahn der Erde heraus. Doch der Erfolg der USA wurde bereits 1961 wieder getrübt, als es der Sowjetunion gelang, mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins All zu schicken. Nur kurze Zeit später flog zwar mit Alan Shepard der erste Amerikaner ins All – doch wieder hatten die USA das Nachsehen.

Das sollte sich ändern: Im Mai 1961 erklärte der US-Präsident John F. Kennedy in einer legendären Grundsatzrede, dass die USA „noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond“ landen „und sicher zur Erde zurückbringen“ würden. Bevor die US-Raumfahrtorganisation das Versprechen Kennedys tatsächlich einlösen konnte, gelang es der Sowjetunion, die erste Frau ins Weltall zu schicken und den ersten Außenbordeinsatz im All durchzuführen. Auch die erste unbemannte Landung auf dem Mond konnte die Sowjetunion stolz vermelden, doch 1969 schafften es die USA, den sowjetischen Erzfeind zu deklassieren: die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin betraten als erste Menschen den Mond – und mehrere hundert Millionen Menschen auf der Erde waren per Fernsehübertragung live dabei. Insgesamt betraten im Apollo-Programm der Nasa zwölf Menschen den Mond – unter ihnen auch Alan Shepard, der als erster Amerikaner im All war.

Mit dem großen Erfolg des Apollo-Programms zum Mond fand der „Space Race“ sein Ende. Der Kalte Krieg auf der Erde war zwar noch lange nicht vorbei, doch im Weltall testete man eine langsame Annäherung. 1975 dockten erstmals eine amerikanische Apollo- und eine sowjetische Sojus-Kapsel in der Erdumlaufbahn aneinander an, die Astronauten konnten von einem in das andere Raumschiff gelangen. Es war die erste Kooperation der beiden Supermächte im All, die ihre Fortsetzung Jahre später im Betrieb der Internationalen Raumstation ISS fand. Mit der Einstellung des amerikanischen Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 machten sich die USA sogar von den russischen Sojus-Kapseln abhängig, die derzeit die einzigen Raumschiffe sind, die Astronauten zur ISS transportieren können.

Das soll sich ändern: Ein erklärtes Ziel der US-Regierung unter Barack Obama ist es, Astronauten wieder „von amerikanischem Boden“ aus ins All zu schicken. Im Gegensatz zum „Space Race“ geht es dieses Mal nicht um den Kampf USA gegen Sowjetunion, sondern darum, wieder mehr Arbeitsplätze in den USA zu schaffen und gleichzeitig wieder prestigeträchtige bemannte Raumfahrtprojekte durchzuführen. Gleich mehrere US-Unternehmen arbeiten derzeit an Raketen und Raumkapseln, die teilweise schon unbemannt im Einsatz sind und unter anderem die ISS mit Nachschub beliefern. Das langfristige Ziel der privaten US-Raumunternehmen und auch der Nasa ist der Mars.

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