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Darauf einen Latte! Kaffee ist laut einer aktuellen Studie sogar förderlich für die Gesundheit.
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Darauf einen Latte! Kaffee ist laut einer aktuellen Studie sogar förderlich für die Gesundheit.

Gesundheit

Gesundheit: Kaffee verursacht keine Herzrhythmusstörungen

  • Pamela Dörhöfer
    VonPamela Dörhöfer
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Studien entlasten das „schwarze Gold“ und erkennen stattdessen die positiven Wirkungen, die Kaffee auf die Gesundheit hat.

Frankfurt/San Francisco - Dass Kaffeekonsum das Herz rasen lässt und zu Rhythmusstörungen führen kann, ist eine weitverbreitete Vorstellung. Doch zumindest Letzteres stimmt nicht, wie ein Forschungsteam aus den USA in einer groß angelegten Studie jetzt festgestellt haben will. Demnach leiden Menschen, die sich täglich eine Tasse flüssiges schwarzes Gold gönnen, nicht häufiger als andere unter Herzrhythmusstörungen. Im Gegenteil: Laut der im Fachmagazin „Jama Internal Medicine“ veröffentlichten Arbeit soll das Risiko für Vorhofflimmern, Extraschläge und andere Herzrhythmusstörungen sogar mit jeder weiteren Tasse Kaffee pro Tag sinken.

In den vergangenen Jahren ist Kaffee, der früher als wenig gesund galt und dabei kurz hinter Alkohol zu rangieren schien, zunehmend rehabilitiert worden. Immer mehr gesundheitsförderliche Eigenschaften traten zutage, so soll er sogar das Risiko, an Krebs oder Diabetes zu erkranken, senken können. Gerade bei Herzrhythmusstörungen allerdings raten Ärztinnen und Ärzte immer noch häufig zu Tee anstelle von Kaffee.

Für Kaffee-Studie: Gesundheitsdaten von über 500.000 Menschen ausgewertet

Für die aktuelle Studie hat ein Team um den Kardiologen Gregory Marcus von der Universität von Kalifornien in San Francisco die Daten der UK Biobank ausgewertet, an der mit Beginn des Jahres 2006 mehr als eine halbe Million Menschen aus Großbritannien teilgenommen haben. Rund 386.000 von ihnen trinken regelmäßig Kaffee, das Durchschnittsalter lag bei 56 Jahren.

Wie das „Ärzteblatt“ berichtet, wurden während der Nachbeobachtungszeit von viereinhalb Jahren bei 16.369 von ihnen Herzrhythmusstörungen diagnostiziert – in den meisten Fällen Vorhofflimmern. Mit Ausnahme von ventrikulären Extrasystolen – zusätzlichen Herzschlägen – kamen alle Arten von Herzrhythmusstörungen bei den regelmäßigen Kaffeetrinkerinnen und -trinkern seltener vor.

Studie aus San Francisco: Kaffee senkt das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Leberleiden

Laut „Ärzteblatt“ soll jede zusätzliche Tasse Kaffee am Tag das Risiko, dass das Herz aus dem Takt gerät, um drei Prozent senken. Bei jenen Menschen, bei denen das im Kaffee enthaltene Koffein das Risiko für Rhythmusstörungen hingegen erhöhte, sollen bestimmte Genvarianten gefunden worden sein, die dazu führen, dass der Koffein-Abbau in der Leber über ein bestimmtes Enzym verlangsamt vor sich geht.

Eine weitere, auf der UK Biobank basierende Studie eines Forschungsteams der Universität Southampton in Großbritannien deckte noch weitere gesundheitsfördernde Effekte auf. Demnach sollen Kaffeetrinkerinnen und -trinker seltener an Leberleiden erkranken und daran sterben. So soll das Risiko einer Fettleber um 20 Prozent, das einer Fibrose um 21 Prozent und das einer Lebererkrankung als Todesursache sogar um 49 Prozent verringert sein. Auch Leberkrebs soll bei regelmäßigem Kaffeegenuss seltener vorkommen. Die schützende Wirkung trat sowohl bei „normalem“ als auch bei entkoffeiniertem Kaffee auf. (Pamela Dörhöfer)

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