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Entzugserscheinungen

Kaffee-Entzug: Diese Folgen hat ein Koffein-Verzicht für die Gesundheit

  • Svenja Wallocha
    VonSvenja Wallocha
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Wer aufhört Kaffee zu trinken, muss mit teils unangenehmen Entzugserscheinungen rechnen. Was ein Verzicht mit dem Körper macht – und wie man Nebenwirkungen verhindert.

Frankfurt – Neben Tee ist Kaffee das beliebteste Getränk der Welt. Die einen zelebrieren die Zubereitung sowie das Trinken regelrecht und der Genuss steht im Vordergrund, für andere ist Kaffee ein zuverlässiger Wachmacher, auf den sie vor allem am Morgen nicht verzichten wollen. Doch das koffeinhaltige Getränk hat nicht nur positive Eigenschaften. Zu hohe Mengen können gesundheitliche Folgen haben. Das lässt auch Kaffee-Begeisterte mit der Zeit über ihren Konsum nachdenken. Manch einer verzichtet daraufhin komplett auf den Muntermacher. Doch was passiert im Körper, wenn man mit dem Kaffeetrinken aufhört?

Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche etwa 162 Liter Kaffee pro Jahr. Koffein hat durchaus positive Eigenschaften auf den Körper, so stimuliert es das zentrale Nervensystem des Menschen, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung erklärt. Studien kamen zudem zu dem Schluss, dass Kaffeetrinken das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, reduziert. Auch der Stoffwechsel wird angekurbelt. Doch wie bei vielen Dingen macht es die Menge.

Kaffee-Entzug: Wie sich ein Verzicht auf den Körper auswirkt

Denn: Ein übermäßiger Konsum kann schlecht für die Gesundheit sein. Das liegt vor allem am im Kaffee enthaltenen Koffein. „Wird Koffein in zu hohen Mengen konsumiert, kann dies gesundheitliche Folgen haben. Diese reichen von erhöhter Nervosität und Erregbarkeit über Schlaflosigkeit, Schweißausbrüchen bis hin zu Herzrasen. Wird dauerhaft zu viel Koffein zugeführt, kann dies zu Herzkreislaufproblemen führen“, heißt es in einem Bericht der Bundesregierung. Etwa vier Tassen am Tag gelten als gesundheitlich unbedenklich. Doch nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Koffein. Unerwünschte Nebenwirkungen hängen deshalb auch von der individuellen Empfindlichkeit ab. Auch Alter und Gewicht können eine Rolle spielen. Warum also nicht einfach mit dem Kaffeetrinken aufhören?

Ein Kaffee-Entzug kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. (Symbolbild)

Für viele Menschen ist eine Entwöhnung gar nicht so leicht. Ob Kaffee süchtig machen kann, ist umstritten. Doch bei einem regelmäßigen Konsum gewöhnt sich der Körper an das Koffein. Bleibt es dann plötzlich aus, kann sich das relativ schnell bemerkbar machen.

Was passiert, wenn man keinen Kaffee mehr trinkt? – Diese Entzugserscheinungen drohen

Denn „Koffein greift auf molekularer Ebene in verschiedene Zellvorgänge ein“, schreibt die Pharmazeutische Zeitung. Die Adenosin-Rezeptoren haben dabei eine besondere Bedeutung. Denn der Botenstoff Adenosin signalisiert uns, dass wir müde werden und eine Pause brauchen. Beim Genuss von Kaffee besetzt das Koffein allerdings diese Rezeptoren. Adenosin kann nicht mehr aufgenommen werden. Gleichzeitig werden die Stress- und Glückshormone Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin ausgeschüttet, die für einen erhöhten Herzschlag sorgen, und den Blutdruck ansteigen lassen. Der Körper will eine Pause, wird stattdessen aber aufgeputscht.

Wird der Kaffee nun weggelassen, kommt es im Körper zu einem chemischen Ungleichgewicht. Denn es fehlt die ritualisierte Menge an Koffein. Schon nach etwa 12 bis 24 Stunden nach dem letzten Kaffee können teils unangenehmen Entzugserscheinungen, wie Kopfschmerzen, Anspannung oder Energieverlust, auftreten. Ein Kaffeeentzug kann einen also durchaus richtig aus der Bahn werfen. Wie lange dieser Zustand bleibt, ist je nach Person und vorherigem Konsum unterschiedlich. Es kann einige Tage oder auch Wochen dauern. Allerdings versucht der Körper möglichst schnell wieder ein Gleichgewicht herzustellen.

Diese Symptome können bei einem Kaffee-Entzug auftreten:

  • Schlafstörungen
    Kopfschmerzen
    Anspannung und innere Unruhe
    Sehstörungen
    Hörstörungen
    Verstopfung
    Erschöpfung und Energieverlust
    Reizbarkeit

Vor allem ein kalter Koffeinentzug kann für Körper und Psyche sehr belastend sein. Wer direkt von heute auf morgen auf Kaffee verzichtet, riskiert heftige Entzugserscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verstopfungen und schlechte Laune. Dafür spricht hingegen, dass man es schnell hinter sich hat.

Eine sanftere Alternative ist, nach und nach die Kaffee-Menge zu reduzieren. Täglich kann dabei eine reguläre Tasse durch einen Tee oder ein anderes koffeinfreies Getränk ersetzt werden. Die Entzugserscheinungen sind dann nicht ganz so heftig zu erwarten – oder bleiben komplett aus. (svw)

Auch um Milch, die gerne im Kaffee getrunken wird, gibt es Debatten. Gehört Milch zu einer gesunden Ernährung dazu oder macht der Verzehr krank?

Rubriklistenbild: © Imago

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