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Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt) ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden.
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Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt) ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden.

Diät

Intervallfasten senkt Herz-Kreislauf-Risiko nicht – kann Gesundheit jedoch positiv beeinflussen

  • Pamela Dörhöfer
    vonPamela Dörhöfer
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Eine Cochrane-Studie untersucht Effekte von Intervallfasten auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Diät kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Heidelberg – Essen ist nur während einer bestimmten Zeitspanne „erlaubt“, mindestens zwölf Stunden lang sollte man gar nichts zu sich nehmen. Alternativ: jeden zweiten Tag fasten. Oder gemäßigter: an mindestens einem Tag in der Woche darben. Welche Art der Nahrung in den Essenszeiten verzehrt wird, spielt hingegen keine Rolle.

Die Diät Intervallfasten (auch intermittierendes Fasten genannt) ist in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. Den meisten geht es darum, abzunehmen, viele versprechen sich aber auch positive gesundheitliche Effekte. Folgt man der Cochrane Heart Group, so sollte man sich in dieser Hinsicht nicht zu viel vom Intervallfasten versprechen. Cochrane ist ein internationales Netzwerk, das sich der streng evidenzbasierten, also wissenschaftlich belegten, Medizin verpflichtet fühlt.

18 Studien ausgewertet: Diät mit Intervallfasten hilft nicht gegen Schlaganfall oder Herzinfarkt

Das Forschungsteam hat für seine im aktuellen Cochrane Review veröffentlichte Untersuchung 18 Studien analysiert. „Wir wollten herausfinden, ob intermittierendes Fasten die Sterblichkeit, die kardiovaskuläre Sterblichkeit, das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzversagen beeinflusst“, zitiert das „Ärzteblatt“ die Autor:innen. „Wir haben auch untersucht, ob intermittierendes Fasten das Körpergewicht und den Blutzuckerspiegel beeinflusst.“

Das Ergebnis: Intervallfasten wirkt sich nicht auf die Sterblichkeit, auf das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzversagen aus und beeinflusst im Vergleich zu einem normalen Ernährungsmuster (betrachtet über den Zeitraum von drei Monaten) oder anderen Diäten (betrachtet über drei bis zwölf Monate) nicht den Blutzuckerspiegel.

Intervallfasten oder reduzierte Kalorienzufuhr: Diäterfolge sind „großer Gewinn“ für Gesundheit

„Wir brauchen weitere Forschung, um den Nutzen und die möglichen Schäden des intermittierenden Fastens zu testen und um zu prüfen, ob es einen Einfluss darauf hat, wie viele Menschen sterben oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung entwickeln“, erklärt das Cochrane- Forschungsteam.

Bereits 2018 waren Wissenschaftler:innen des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg zu dem Schluss gekommen, dass Intervallfasten zur Gewichtsabnahme nicht besser oder schlechter geeignet ist als andere Diäten, bei denen zum Beispiel die tägliche Kalorienzufuhr um 20 Prozent gesenkt wird.

Allerdings betonten die Autor:innen dieser Studie damals, dass unabhängig von der Art, wie die Gewichtsreduktion erreicht wird, schon ein kleiner Diäterfolg einen „großen Gewinn“ für die Gesundheit darstelle. Wer sein Körpergewicht um nur fünf Prozent reduziere, verliere um die 20 Prozent des gefährlichen Bauchfetts und sogar mehr als ein Drittel des Leberfetts.

Low-Carb-Ernährung, also eine Diät ohne Kohlenhydrate, kann sich sogar negativ auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken. (Pamela Dörhofer)

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