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Impfstoff

Zulassung von Corona-Impfstoff Curevac verzögert sich erneut – „Vor August nicht mit zu rechnen“

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Erneut verzögert sich die Zulassung des Curevac-Impfstoffes. Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet nicht mit einer Zulassung vor August.

Tübingen – Einst lag die deutsche Impfhoffnung gegen das Coronavirus auf zwei Schultern. Mit Biontech und Curevac wollten gleich zwei deutsche Firmen einen Impfstoff auf den Markt bringen. Doch während der Konkurrent von Biontech bereits seit Dezember großflächig zum Einsatz kommt, verzögert sich die Zulassung des Impfstoffes von Curevac erneut. Dies berichtet der Business-Insider.

Denn Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilte seinen Kollegen aus den Ländern am gestrigen Montag in einer gemeinsamen Sitzung mit: Mit einer Zulassung des Vakzins von Curevac von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA sei „vor August“ nicht zu rechnen. Damit verzögert sich die Zulassung des Impfstoffes aus Tübingen zum wiederholten Mal. Es ist der nächste Rückschlag für Curevac, nachdem das Unternehmen die Erwartungen für die Wirksamkeit des Impfstoffes senken musste.

Curevac: Erneute Verzögerung des Corona-Impfstoffes aufgrund zu weniger Infektionsfälle

Auch Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte die Verzögerung. Zuletzt hatte es noch geheißen, dass mit einer Zulassung im Juni zu rechnen sei, nun gebe es jedoch offenbar „Komplikationen“ bei der von Curevac durchgeführten medizinischen Studie, so Lucha. Und zwar nicht genügend Teilnehmer, wie der Business-Insider berichtet. Es gebe schlicht und einfach nicht genug Infektionsfälle, wie für die Studie vorgeschrieben sind.

Die Zulassung des Vakzins von Curevac verzögert sich erneut.

Eigentlich hatte sich die Bundesregierung 1,4 Millionen Impfdosen von Curevac bis Ende Juni gesichert, in den Liefer-Planungen des Gesundheitsministeriums kommt der Impfstoff jedoch mittlerweile gar nicht mehr vor. Dabei hatte der Bund rund 300 Millionen Euro in das Unternehmen aus Tübingen investiert und rechnete bis Ende des Jahres mit ebensovielen Dosen mit Impfstoff.

Zulassung des Corona-Impfstoffes: Curevac hat mit Vorgaben zu kämpfen

Der Business-Insider berichtet, dass die Verzögerung an den vielen zusätzlichen Vorgaben liegen, die mittlerweile bei der Zulassung berücksichtigt werden müssen. Neue Faktoren, wie etwa die Wirksamkeit gegen Mutationen, die noch bei etwa bei der Zulassung von Astrazeneca und Moderna keine Rolle spielten, fließen nun mit ein und müssen nachgewiesen werden. Auch wegen der längeren Haltbarkeit des Vakzins verzögere sich die Zulassung. Erste Daten seien jedoch gut, so der Business-Insider.

Ob das Vakzin dann aber tatsächlich im August auch zur Verfügung stehen wird, oder ob es erneut zu Verzögerungen kommen wird, dies kann derzeit noch niemand abschätzen. Die Ungeduld auf die Zulassung in Politik und Gesellschaft in Deutschland ist groß. Noch immer ist der Impfstoff knapp und aufgrund des Endes der Priorisierung ist der Bedarf an Impfstoff sehr groß. Manche Politiker, wie SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, hatten sich sogar für eine Notfallzulassung von Curevac ausgesprochen. (als)

Rubriklistenbild: © Michael Rennertz

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