Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In Louisiana hat Hurrikan „Ida“ viel Verwüstung hinterlassen.
+
In Louisiana hat Hurrikan „Ida“ viel Verwüstung hinterlassen.

Kolumne „Öko-logisch“

Was Hurrikan „Ida“ lehrt

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
    schließen

Erst sucht Hurrikan „Ida“ New Orleans heim, dann stürzen seine Ausläufer New York ins Chaos. Welche Lehren man aus dem Hurrikan ziehen kann.

Hurrikan „Ida“ hat kürzlich New Orleans heimgesucht, auf den Tag genau 16 Jahre nach der „Katrina“-Katastrophe. Dann stürzten seine Ausläufer New York mit Rekord-Regenmassen ins Chaos, mit Folgen ähnlich wie bei Hurrikan „Sandy“, der die Metropole 2012 getroffen hatte. „Ida“ ist damit wie eine grausame Illustration für den Report zu klimabedingten Katastrophen, den die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gerade vorgelegt hat. Aus ihm geht hervor, dass sich die Zahl der klimabedingten Wetterkatastrophen seit 1970 global fast verfünffacht hat – und dass diese Ereignisse immer gravierender ausfallen.

Die Zahlen sind dramatisch. In den letzten 50 Jahren sind über 11 000 klimabedingte Naturkatastrophen verzeichnet. Mehr als zwei Millionen Menschen kamen dabei ums Leben, die ökonomischen Schäden beliefen sich auf 3,6 Billionen Dollar. Doch während es in den 1970er Jahren „nur“ rund 770 Katastrophen waren, stieg deren Zahl in den 2000ern auf 3165. Im letzten Jahrzehnt gab es einen leichten Rückgang. Ziemlich klar ist laut dem WMO-Report, dass vor allem Hitzewellen und Starkregenfälle durch die globale Erwärmung verschlimmert werden, bei Dürren, Gewittern und Tornados ist das Bild weniger eindeutig.

Weltorganisation für Meteorologie: mehr Katastrophen

Der Report unterstreicht erneut, dass der globale Süden viel stärker als der Norden betroffen ist – also jene Länder, die den Klimawandel historisch gesehen viel weniger angeheizt haben als die Industriestaaten. Über 70 Prozent der klimabedingten Katastrophen suchten den Süden heim, vor allem Asien mit 30 Prozent und Afrika mit 15 Prozent. Und da die Klimaerwärmung ungebremst weiterläuft, dürfte dieses Missverhältnis noch weiter ansteigen.

Wenn aus dem Report überhaupt etwas Tröstliches herauszulesen ist, dann die Entwicklung bei den Opferzahlen. Denn während die Schäden deutlich anstiegen – von 175,4 Milliarden Dollar in den 1970er Jahren auf 1,38 Billionen in den 2010er Jahren – sank die Opferbilanz in derselben Zeit von jährlich über 50 000 auf rund 18 000. Das zeigt: Bessere Frühwarnsysteme und Maßnahmen zur Klimaanpassung, zum Beispiel Hitzeaktionspläne für Alte und Kranke, können die Folgen durchaus abmildern. Das muss weiter verfolgt werden. Aber richtig Sinn ergibt das alles nur, wenn auch der Anstieg der Gefahr gebremst wird. Das geht nur, wenn der CO2-Ausstoß endlich gesenkt wird - weltweit. (Joachim Wille)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare