Endlich Regen in Australien!
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Endlich Regen in Australien!

ÖKO-LOGISCH

Hurra, es regnet in Down Under

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Doch noch ist in Australien die Gefahr nicht gebannt, dutzende Feuer brennen weiter.

  • Es regnet in Australien
  • Der Regen bringt Gefahren
  • Wie lange die Brände noch wüten, ist unklar.

Es regnet. Endlich. Selten hat jemand das so erhofft, wie die Australier in den Brandregionen im Südosten es Landes. Immerhin, es gibt nun zumindest eine Atempause für die Feuerwehrleute und, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Chance zum Durchatmen für die Bewohner der Städte und Gemeinden, die vom Rauch eingenebelt wurden. Doch noch ist die Gefahr nicht gebannt, dutzende Feuer brennen weiter. Wie lange die Katastrophe noch weitergeht, ist offen, in Australien ist schließlich gerade Hochsommer. Doch die Debatte, ob der Klimawandel hier seine verheerenden Spuren hinterlässt oder nicht, ist längst nicht ausgestanden.

Down Under wird in Politik und Medien weiter darüber debattiert. Klimaforscher sind sich zwar weitgehend einig, dass die globale Erwärmung die Bedingungen für Buschbrände erhöht. So hat der Weltklimarat IPCC schon 2007 davor gewarnt, dass die Häufigkeit von Tagen mit extremem Feuer-Risiko in Südost-Australien bis 2020 deutlich ansteigen werde. Trotzdem, die Skeptiker sterben nicht aus.

Feuerkontinent Australien

Eine Debatte betrifft das Ausmaß der Brände. Tatsächlich hat es in Gesamt-Australien schon Jahre mit größeren Brandflächen gegeben. Im Sommer 1974/75 waren mehr als 100 Millionen Hektar betroffen, allerdings in Zentralaustralien, und 2002 waren es 40 Millionen, und zwar im Northern Territory. Diesmal sind bisher „nur“ gut zehn Millionen Hektar in Flammen aufgegangen, vor allem im Südosten.

Doch das ist dort Rekord. Zudem sind die Folgen weit gravierender, denn bei den früheren Megabränden handelte es sich meist um Gras- und Buschland, in dem Feuer zur Normalität gehören. Bei den aktuellen Bränden gingen in großem Stil auch viele Wälder in Flammen auf, und zwar mit einer ungeahnten Intensität. Mit Feuerfronten, die 50, 60 Meter hoch waren - und entsprechend schwer zu bekämpfen.

Die aktuellen Feuer sind in der Tat für Australien „ohne Beispiel“, wie der Chef des Feuerzentrums an der Universität Tasmanien sagte. Sie passen in das Muster, auf das australische Forscher hingewiesen haben. Vor der Industrialisierung traten Down Under extreme Dürren alle 500 Jahre auf, inzwischen muss alle 50 Jahre damit gerechnet werden. Zudem war 2019 das wärmste und trockenste Jahr seit Beginn der Messungen 1910. Den Klimawandel abzustreiten, ist angesichts solcher Erkenntnisse: grotesk.

Über die aktuelle Lage in Australien informieren wir Sie auch in unserem Ticker.

Gastbeitrag: Die Feuer in Australien sind ein Fenster in die Zukunft der Klimakrise

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