Der "Blasennebel" (NGC 7635) befindet sich 8000 Lichtjahre entfernt, im Sternbild Cassiopeia.
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Der "Blasennebel" (NGC 7635) befindet sich 8000 Lichtjahre entfernt, im Sternbild Cassiopeia.

Weltraumteleskop Hubble

"Hubble" fotografiert bunte Blase im All

Seit 26 Jahren umkreist das Weltraumteleskop "Hubble" die Erde und blickt tief ins Universum. Pünktlich zum Jahrestag macht das Team hinter dem Weltraumteleskop Astronomie-Freunden ein Geschenk: "Hubble" hat den bunten "Blasennebel" fotografiert.

Am 25. April 1990 wurde das Weltraumteleskop "Hubble" in einer Erdumlaufbahn ausgesetzt und umkreist seitdem die Erde in einer Höhe von etwa 550 Kilometer. Rechtzeitig vor dem 26. Jahrestag des Weltraumteleskops im All hat die US-Weltraumorganisation Nasa nun ein neues Bild veröffentlicht, das das Teleskop aufgenommen hat. Der "Blasennebel" (NGC 7635), der auf dem Bild zu sehen ist, ist 8000 Lichtjahre von der Erde entfernt und befindet sich im Sternbild Cassiopeia. NGC 7635 wurde im November 1787 vom Astronomen William Herschel entdeckt und bereits in den Jahren 1997 und 1999 von "Hubble" abgelichtet.

Das Weltraumteleskop umkreist die Erde mit einer Geschwindigkeit von gut 28.100 Kilometern pro Stunde und blickt tief hinein ins Universum. Sterne, Planeten, Galaxien - kaum etwas ist vor dem scharfen Auge "Hubbles" sicher. Unzählige wissenschaftliche Arbeiten basieren auf den Daten des Teleskops - unter anderem konnte so das Alter des Universums auf etwa 12 bis 13 Milliarden Jahre geschätzt werden. Auch die Entdeckung, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt, basiert auf Daten von "Hubble" - für diese Entdeckung wurde den Wissenschaftlern Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam Riess 2011 sogar den Physik-Nobelpreis verliehen.

In den kommenden Jahren soll es Ersatz für das in die Jahre gekommene "Hubble"-Teleskop geben: Das "James Webb Space Telescope" (JWST) ist derzeit in Entwicklung und soll 2018 ins All starten. Anders als Hubble soll es seine Arbeit in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde aufnehmen und von dort aus noch weiter in die Vergangenheit des Universums blicken, als Hubble es bisher getan hat. Die Mission von "Hubble" geht dagegen unweigerlich dem Ende entgegen. Bis 2020 soll das Teleskop noch arbeiten, dann endet die Mission des Teleskops, das der Menschheit neue Perspektiven beschert hat.

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