Schule

HRK-Präsident für Zentralabitur

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Die Hochschulrektorenkonferenz fordert mehr und besser qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer.

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz spricht sich für ein Zentralabitur in Deutschland aus. „Alles, was die Gleichwertigkeit der Standards fördert, ist gut“, sagte Peter-André Alt dem RND. Er fügte aber hinzu: „Ehe man ein Zentralabitur realisiert, muss man die Heterogenität der herrschenden Schulsituation in den verschiedenen Bundesländern und Stadtstaaten berücksichtigen: In einigen Regionen sind die Schulklassen diverser als in anderen.“ Alt forderte: „Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Milieus benötigen intensivere und individuelle Unterstützung, um in der Schule erfolgreich sein zu können.“ Diese Herausforderung würden durch das Zentralabitur nicht gelöst. „Daher werden mehr und besser qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer benötigt.“ Das Zentralabitur sei deshalb nur ein Aspekt, wenn es darum gehe, die ineinandergreifenden Bildungsstufen Schule und Hochschule besser abzustimmen.

In Deutschland gibt es seit Wochen eine intensive Debatte über die Frage eines Zentralabiturs. Angestoßen wurde sie von einer Ländervertreterin, Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Sie hatte ein zentrales Abitur für ganz Deutschland innerhalb von fünf bis zehn Jahren gefordert. Unterstützung gab es von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), auch die kommissarische SPD-Chefin Manuela Schwesig zeigte sich offen für ein Zentralabitur. Widerstand gibt es unter anderem aus Bayern.

Auch OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hatte Deutschland ein Zentralabitur empfohlen. „Ein Abitur auf Landesebene macht genauso wenig Sinn, wie dass jeder Provinzfürst seine eigene Währung druckt“, sagte er.

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