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Die Katholische Universität Eichstätt hat für 2009 große Pläne.
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Die Katholische Universität Eichstätt hat für 2009 große Pläne.

Universität Eichstätt

Große Pläne für 2009

Ein neuer Präsident, ein neues, geschärftes Profil und neue Forschungsprojekte: Die Leitung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) will sich 2009 in die Arbeit stürzen.

Eichstätt. Ein neuer Präsident, ein neues, geschärftes Profil und neue Forschungsprojekte: Die Leitung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) will sich 2009 in die Arbeit stürzen, um die turbulenten Tage nach dem Personalstreit zwischen Kirche und Universität im vergangenen Sommer endlich vergessen zu machen. Zum Jahresende präsentierte die Hochschulleitung schon mal ein neues Förder- und Forschungskonzept, das das Profil der kleinen Universität im Altmühltal schärfen soll.

Eckpunkte des Programms sind der Aufbau der Nachwuchsförderung und ein Büro zur Beschaffung von Drittmitteln für die Forschung. Mit der Einrichtung eines Wissenschaftszentrums mit dem Namen "Science Support Center" (SSC) könne die Universität endlich auch forschend tätig werden, sagte Gert Melville, stellvertretender Interimspräsident an der Universität. Die katholische Bischofskonferenz Bayerns hatte bereits im November angekündigt, bis 2011 hierfür jährlich 1,3 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Seit Jahrzehnten, sagte Melville, ist es der Uni nicht gelungen, sich in der wissenschaftlichen Forschung einen Namen zu machen sowie genug Drittmittel für diese Forschungen an Land zu ziehen. 2007 erhielt die Hochschule nur rund eine Million Euro Fördermittel vom Staat oder von Stiftungen. "Das ist zuwenig", so Melville. "Wir müssen die Drittmittel-Einnahmen um 100 Prozent steigern, sonst lässt sich kein guter Vergleich mehr zu anderen Unis ziehen." Das Personal des neuen "Science Support Centers" soll nun Professoren und Studenten bei der Beschaffung der Fördermittel für ihre Forschungen helfen.

Um das bislang fehlende Forschungsprofil der Universität und einen möglicherweise zu starken Einfluss der Kirche auf die Lehr- und Forschungstätigkeit war im vergangenen Sommer ein Streit entbrannt.

Nachdem die Kirche ein Veto gegen die Wahl des Theologen Ulrich Hemel zum Universitätspräsidenten eingelegt hatte, hatte die Hochschule innerhalb weniger Woche ihre komplette Führungsspitze verloren: Der Vorsitzende des Senats, Prof. Maximilian Fuchs, und der Vize- Präsident Prof. Stefan Schieren traten von ihren Ämtern zurück und der

Universitätskanzler Gottfried Freiherr von der Heydte wurde vom Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke wegen fragwürdiger Verwendung von Studiengebühren beurlaubt. Er wurde inzwischen bis zum Beginn seines Ruhestandes in rund fünf Jahren in Sonderurlaub geschickt.

Inzwischen dreht sich das Personalkarussell aber wieder: Die Posten der zurückgetretenen Gremiumsvorsitzenden sind neu besetzt worden und das Bewerbungsverfahren für einen neuen Präsidenten läuft.

Dieser soll bis Juni erwählt sein und im August die beiden vom Bischof eingesetzten Interimspräsidenten Prof. Rudolf Fisch und Prof.Melville ersetzen.

Über die Suche nach einem neuen Präsidenten wird sich auf dem Campus jedoch derzeit ausgeschwiegen. Lediglich der Studentensprecher im Senat, Jakob Ackermann, erklärte: "Ich kann sagen, dass es Bewerbungen gibt." Seine Favoriten werden sich allerdings nicht zur Wahl stellen: die Interims-Präsidenten Melville und Fisch. "Leider können wir sie nicht behalten", bedauert Ackermann.

Der studentische Vertreter ist hellauf begeistert von der Entwicklung an der Universität, die seit dem Amtsantritt der beiden Interimspräsidenten begonnen hat: "Hier geht wieder was voran. Erstmals bringt jemand an der Uni die einzelnen Gruppen miteinander ins Gespräch und ruft zur Kooperation auf." (dpa)

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