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Der Klimawandel schmälert in vielen Regionen Deutschlands die Aussicht auf Weiße Weihnachten.
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Der Klimawandel schmälert in vielen Regionen Deutschlands die Aussicht auf Weiße Weihnachten.

Weiße Weihnachten

Graue Weihnacht

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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Wetterfachleute haben belegt: Weiße Weihnachten werden in Deutschland immer unwahrscheinlicher.

Corona-Weihnachten, schon wieder. Ansteckungsgefahr vorm Baum, Covid-Schnelltests als Top-Geschenk, Umarmen nur mit 2-G-plus, um Oma und Opa zu schützen. Besinnlichkeit sieht anders aus. Vielleicht kommen ja auch noch Besuchsbeschränkungen. Dann wird’s ganz finster. Alle bleiben (un)schön zu Hause. Doch dann immerhin Spaziergänge im Schnee. Das hilft über das Schlimmste hinweg.

Weiße Weihnacht? Wie sieht es damit aus? Die Wetterexpert:innen halten sich bedeckt. Frühestens zehn Tagen vor dem Fest trauen sie sich, eine Prognose abzugeben. Bisher hat der Winter in Teilen der Republik ja schon seinen Einstand gegeben, nicht nur in Bayern, wo es ohnehin gern mal schneit, sondern auch in Berlin oder in Meck-Pom. Also könnte es diesmal was werden.

Vielleicht rettet das Winterwetter die Weihnachtsstimmung. Doch man muss Realist bleiben. Verlassen kann man sich nicht darauf. Man muss schon Glück haben. Denn die Wahrscheinlichkeit für Schnee an Weihnachten nimmt kontinuierlich ab. Das können die Wetterleute eindeutig belegen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat aus gegebenem Anlass sein Klimaarchiv dazu ausgewertet. Das zeigt: Der Klimawandel vertreibt die romantische Weiße Weihnacht Schritt für Schritt aus Deutschland.

Trost aus den Bergen

Der DWD hat die Klima-Referenzperioden 1961–1990 und 1991–2020 miteinander verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig. Die Chance auf eine Schneedecke an allen drei Weihnachtstagen ist deutschlandweit um 13 und regional sogar um bis zu 44 Prozentpunkte zurückgegangen. Konkret bedeutet das: Die meisten Deutschen können sich inzwischen nur noch im Schnitt alle zehn Jahre über Schnee an den drei Feiertagen freuen.

Besonders von der Abnahme betroffen ist der Süden der Bundesrepublik, wo noch vor wenigen Jahrzehnten fast jedes zweite Jahr an Weihnachten Schnee lag. Beispiel München: Hier lag die Wahrscheinlichkeit früher noch bei 33 Prozent, nun sind es nur noch knapp 14. Oder Frankfurt am Main, hier sank sie von 17 auf sechs Prozent.

Einen kleinen Trost hat der Wetterdienst. In höheren Lagen oberhalb von 1500 bis 2000 Metern seien auch in den nächsten Jahrzehnten genügend Naturschnee für den Wintersport und meistens weiße Weihnachten zu erwarten. Könnte nur eng werden, wenn alle dorthin wollen.

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