Sojus zurück von ISS

Gelandet bei minus 15 Grad

Sojus-Kapsel gelandet: Nach 167 Tagen im All sind Kosmonauten und Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS sicher wieder auf die Erde gekommen - mitten in der kasachischen Steppe bei minus 15 Grad.

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Nach mehr als fünf Monaten an Bord der Internationalen Raumstation ISS sind drei Raumfahrer wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Eine Sojus-Kapsel mit dem US-Astronauten Mike Fossum, dem Japaner Satoshi Furukawa und dem Russen Sergej Wolkow an Bord landete am Dienstagmorgen sicher in der kasachischen Steppe, wie das russische Kontrollzentrum mitteilte. Bergungsteams halfen den drei aus der engen Kapsel.

Die drei Raumfahrer schienen bei ihrer Rückkehr in guter körperlicher Verfassung, wie live übertragene Fernsehbilder zeigten. Helfer setzten sie in Spezialsitze und gaben ihnen Decken gegen die morgendliche Kälte von minus 15 Grad im nördlichen Kasachstan.

Die bemannten Flüge zur Raumstation waren nach dem Absturz einer unbemannten Sojus-Rakete im August vorübergehend ausgesetzt worden. Russland ist seit dem Ende des US-Shuttle-Programms im Juli das einzige Land, das bemannte Raumflüge umsetzen kann.

Das russische Raumfahrtprogramm musste in den vergangenen Monaten mehrere Rückschläge einstecken. Zwar konnten die Russen den 50. Jahrestag seit Beginn der bemannten Raumfahrt 1961 feiern und schickten zuletzt im Juni Astronauten zur ISS, doch stürzten im Dezember vergangenen Jahres drei Satelliten in den Pazifik. Anfang des Monats scheiterte der Start einer Sonde, die den Marsmond Phobos-Grunt untersuchen sollte.

Mit der Rückkehr der drei Raumfahrer befinden sich nun noch zwei russische Kosmonauten und ein US-Astronaut an Bord der ISS. Im Dezember soll die Besatzung der Raumstation durch drei weitere Kollegen verstärkt werden.

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