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Frauenministerinnen fordern mehr Erzieher für Jungs

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In Deutschland liege der geschlechterspezifische Lohnabstand nach einer Erhebung aus dem Jahr 2006 bei rund 24Prozent, sagte die brandenburgische Ministerin Dagmar Ziegler (SPD).
In Deutschland liege der geschlechterspezifische Lohnabstand nach einer Erhebung aus dem Jahr 2006 bei rund 24Prozent, sagte die brandenburgische Ministerin Dagmar Ziegler (SPD). © Ralf_Hirschberger (ZB)

Mehr Erzieher und Grundschullehrer für Jungen sowie spezielle Computer-Schulungen für Mädchen fordern die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen der Länder.

Karlsruhe. Mehr Erzieher und Grundschullehrer für Jungen sowie spezielle Computer-Schulungen für Mädchen fordern die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen der Länder. "Wir müssen die Lebenswelten beider Geschlechter mehr in den Blick nehmen", sagte Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz (CDU), zum Abschluss einer Tagung der Ministerinnen am Freitag in Karlsruhe. Nur so könne es Chancengleichheit geben.

Zugleich fordertenn die Politikerinnen vom Bund eine Lohnstudie.Noch immer bekämen Frauen im Schnitt für gleichwertige Arbeiten weniger, hieß es zur Begründung. In Deutschland liege der geschlechterspezifische Lohnabstand nach einer Erhebung aus dem Jahr 2006 bei rund 24Prozent, sagte die brandenburgische Ministerin Dagmar Ziegler (SPD). Damit sei man europaweit auf einem der "hinteren Plätze". Warum dies so sei, bedürfe einer "vertieften Analyse". Bis zur nächsten Gleichstellungskonferenz im Juni nächsten Jahres erwarten die Ministerinnen "tragfähige Ergebnisse" der geforderten Analyse.

Im Sinne von mehr Chancengerechtigkeit sei eine "geschlechtersensible Erziehung, Bildung und Ausbildung" für Mädchen und Jungen nötig, hieß es. Pädagogische Fachkräfte müssten entsprechend aus- und fortgebildet werden. Bei nur drei Prozent Erziehern in den Kindertageseinrichtungen und knapp 14 Prozent Grundschullehrern hätten Jungen außerhalb der Schule zu wenig männliche "Identifikationsfiguren", sagte Stolz. (dpa)

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