Diagnose

Fingerfit

Wenn man jemanden einen "flinken Finger" nennt, meint man damit, dass der Betreffende vital durchs Leben geht und in kurzer Zeit viele wichtige Aufgaben

Von Professor Hademar Bankhofer

Wenn man jemanden einen "flinken Finger" nennt, meint man damit, dass der Betreffende vital durchs Leben geht und in kurzer Zeit viele wichtige Aufgaben erledigen kann. Jetzt hat eine wissenschaftliche Studie an der Berkeley Universität in Kalifornien, USA, ergeben: Wer ein Leben lang darauf achtet, dass er gelenkige, flinke Finger behält, hat große Chancen, bis ins hohe Alter fit und vital zu bleiben.

Als Beispiel führen die Wissenschaftler an: Alle großen Pianisten der Welt, aber auch Handwerker, die jeden Tag ihre Finger einsetzen müssen, erreichen meist ein hohes Alter und bleiben auch als Senioren vital. Man kann nicht früh genug mit dem Finger-Training beginnen. Wichtig ist, dass man die Finger täglich in Bewegung hält.

Bereits am Morgen im Bett können Sie Ihre Finger in Schwung bringen. Legen Sie die Fingerkuppen beider Hände aneinander und drücken Sie die Finger durch. Zählen Sie bis 20. Dann lockern Sie die Finger wieder.

Danach heben Sie die Hände links und rechts am Kopf in Ohrenhöhe und beginnen die Hände zu drehen. Die Finger müssen dabei nach oben schauen. Und jetzt strecken Sie die Arme mit den sich drehenden Händen weit nach oben, holen dann aber die sich drehenden Hände wieder zu den Ohren zurück. Die Übung sollten Sie bis zu 50 Mal wiederholen.

Wenn Sie hinter einem Schreibtisch sitzen, sollten Sie immer griffbereit einen Tennisball liegen haben. Nehmen Sie ihn - etwa beim Telefonieren - und kneten Sie ihn mit den Fingern der rechten, danach mit den Fingern der linken Hand. Damit können Sie übrigens auch einem Tennis- oder Maus-Arm vorbeugen, weil Sie die Strecksehne stärken. Und zugleich geben Sie Ihren Fingern richtig Kraft.

Wichtig wäre, dass man ein Instrument spielt, bei dem die Finger in Aktion gehen müssen: Dazu gehören Klavierspielen, Akkordeon, Blockflöte, Violine.

Wer kein Instrument beherrscht und sich dafür auch nicht interessiert, der hat die Möglichkeit, seine Fingerfertigkeit mit Nähen, Stricken, Sticken, aber auch beim Kartoffelschälen oder Gemüse-Putzen zu trainieren.

Es gibt aber noch eine kuriose Übung: Setzen Sie sich an einen Tisch und legen Sie beide Hände vor sich auf die Tischplatte. Und nun stellen Sie die Finger vor sich auf: wie zum Klavierspielen oder wie zum Schreiben auf der Tastatur eines Computers. Und nun tun Sie bloß so, als würden Sie in die Tasten greifen. Bei diesen simplen Übungen werden die Finger optimal durchblutet und die Fingergelenke bleiben elastisch und fit.

Buchtipp: Hademar Bankhofer: Das Wohlfühlbuch. Amalthea Signum

Verlag, Wien 2008, 14,90 Euro.

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