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Filmcrew entdeckt Überraschendes im Meer – Nasa bestätigt Fund

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Von: Tanja Banner

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Der Unterwasserforsche und Meeresbiologe Mike Barnette und der Wracktaucher Jimmy Gadomski untersuchen das Fundstück, das ein Filmteam im Atlantik entdeckt hat. Die Nasa bestätigt: Es ist ein Bruchstück des Space Shuttles „Challenger“.
Der Unterwasserforsche und Meeresbiologe Mike Barnette und der Wracktaucher Jimmy Gadomski untersuchen das Fundstück, das ein Filmteam im Atlantik entdeckt hat. Die Nasa bestätigt: Es ist ein Bruchstück des Space Shuttles „Challenger“. © The History Channel/AFP

Ein Filmteam sucht im Atlantik nach Artefakten aus dem Zweiten Weltkrieg – und entdeckt den Überrest einer großen Tragödie.

Atlantik – Eigentlich wollte ein Team des History Channel im Atlantik nach verschollenen Artefakten aus dem Zweiten Weltkrieg suchen – doch dabei entdeckten sie etwas ganz anderes: Ein etwa viereinhalb Meter langes Stück des Space Shuttles „Challenger“. Das Shuttle war kurz nach dem Start im Januar 1986 auseinandergebrochen. Dabei wurden alle sieben Crew-Mitglieder – unter ihnen die Lehrerin Christa McAuliffe – getötet.

Das Wrackteil der „Challenger“ wurde nahe der Ostküste Floridas im Meer gefunden, während die Filmcrew für die Serie „Das Bermuda-Dreieck: In verfluchten Wassern“ drehte. Mik Barnette, ein Unterwasserforscher, der die Crew anführte, hat das Shuttle-Bruchstück gefunden und erinnert sich daran, die Tragödie der „Challenger“ als Kind im Klassenzimmer verfolgt zu haben, wie CNN berichtet. Er nannte es demnach „ernüchternd“, einen Teil des Shuttles gefunden zu haben. Es handelt sich um die ersten Bruchstücke der „Challenger“, die seit 1996 gefunden wurden.

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Filmcrew findet Bruchstück des Space Shuttles „Challenger“

Die US-Raumfahrtorganisation Nasa – eingeschaltet, weil die Forschenden die charakteristische Space-Shuttle-Bauweise erkannten – hat derweil bestätigt, dass es sich um ein Teil der „Challenger“ handelt. Nasa-Chef Bill Nelson erinnert sich an den schlimmen Tag im Jahr 1986: „Obwohl es fast 37 Jahre her ist, dass sieben mutige Forscher an Bord der Challenger ihr Leben verloren, wird sich diese Tragödie für immer in das kollektive Gedächtnis unseres Landes einbrennen. Für Millionen Menschen auf der ganzen Welt, mich selbst eingeschlossen, fühlt sich der 28. Januar 1986 immer noch wie gestern an“, so Nelson in einer Nasa-Mitteilung.

Sekunden vor der Katastrophe: Das Space Shuttle „Challenger“ startet am 28. Januar 1986. von der Startrampe 39B im Kennedy Space Center. Kurz darauf zerbricht die Raumfähre in der Luft, die siebenköpfige Crew stirbt. (Archivbild)
Sekunden vor der Katastrophe: Das Space Shuttle „Challenger“ startet am 28. Januar 1986. von der Startrampe 39B im Kennedy Space Center. Kurz darauf zerbricht die Raumfähre in der Luft, die siebenköpfige Crew stirbt. (Archivbild) © Nasa

Die Entdeckung des „Challenger“-Bruchstücks ermögliche es nun, „noch einmal innezuhalten, das Vermächtnis der sieben Pioniere, die wir verloren haben, zu würdigen und darüber nachzudenken, wie diese Tragödie uns verändert hat.“ Bei der US-Raumfahrtorganisation prüft man derzeit, welche Maßnahmen in Bezug auf das Bruchteil der „Challenger“ ergriffen werden sollen. Fest steht: „Das Vermächtnis der gefallenen Challenger-Astronauten und der Familien, die sie geliebt haben“, soll angemessen geehrt werden. (tab)

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