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FFP2-Maske: Brisanter Unterschied zwischen Schutz vor Omikron und Delta

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Von: Nico Scheck

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Weitere Entwicklung in der Corona-Pandemie in Berlin
Wie gut schützen FFP2-Masken vor der Omikron-Variante? Eine Studie liefert überraschende Ergebnisse. (Symbolfoto) © Jörg Carstensen/dpa

Masken gelten als wichtiges Instrument im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Doch schützen sie auch vor Omikron? Eine Studie liefert ein brisantes Ergebnis.

Göttingen – Delta war schon hoch ansteckend, Omikron gilt als noch viel ansteckender. Weil sich die Corona-Varianten nach wie vor gegenseitig überbieten, schnellen die Corona-Fallzahlen weiter in die Höhe. Auch die Inzidenz in Deutschland steigt nach wie vor. Hauptgrund dafür ist die Omikron-Variante. Sie ist offenbar deutlich ansteckender als die zuvor dominante Variante Delta.

Schützen vor der Ausbreitung sollen unter anderem auch FFP2-Masken. Das Max Planck-Institut hat nun überraschende Studienergebnisse zum Schutz der FFP2-Masken vor der neuen Corona-Variante veröffentlicht.

Schutz vor Corona durch FFP2-Masken: Studie mit überraschendem Omikron-Ergebnis

Laut der Studie „beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille“, wenn eine infizierte und eine nicht-infizierte Person bei einem Treffen beide gut sitzende FFP2- oder KN95-Masken tragen. Im umgekehrten Fall, also bei schlecht sitzenden Masken, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Corona-Infektion bei knapp vier Prozent. Bei OP-Masken steigt sie sogar auf zehn Prozent.

Unter der Leitung von Mohsen Bagheri hat das MPI diese Studie aus dem Dezember nun erweitert. Inhalt der Erweiterung: der Vergleich der Schutzwirkung von FFP2-Masken zwischen Omikron und Delta. Dabei sind die Forscher davon ausgegangen, dass Omikron dreimal so ansteckend ist wie die Delta-Variante und hauptsächlich in den oberen Atemwegen auftritt („URT“ - „upper respiratory tract“).

Das Ergebnis überrascht. Die FFP2-Masken schützen laut den Studienergebnissen deutlich besser vor Omikron als vor Delta, sofern die Maske richtig sitzt. Dabei gilt die aktuelle Corona-Mutante als die deutlich ansteckendere. Bagheri verweist jedoch darauf, dass auch bei Omikron und bei gut sitzenden FFP2-Masken das Infektionsrisiko nicht bei null liegt.

FFP2-Überraschung bei Omikron-Variante - Neue Symptome entdeckt

Wenig verwunderlich also, dass vielerorts nach wie vor eine Maskenpflicht gilt. Die Studie scheint diese Maßnahme somit zu rechtfertigen. Hinzu kommt die Besonderheit der Omikron-Variante, auf die Forscherinnen und Forscher immer wieder hinweisen. Auch einige Symptome der Omikron-Variante scheinen neu zu sein.

Fachleute des Center for Disease Control (CDC) verweisen auf Anzeichen auf Haut, Lippen oder Nägeln. So lautet die Empfehlung der US-Forscher:innen: Bei blasser, grauer oder blauer Färbung auf Haut, Lippen oder Nagelbetten sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. (nc)

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