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Rheinbett ohne Wasser ? wie hier in Düsseldorf eine Folge von Trockenheit und Dürre.

Klima-Risiko-Index

Extremwetter-Jahr 2017 kostete 27 Deutsche das Leben

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Die Umwelt- und Entwicklunsorganisation Germanwatch bilanziert im Klima-Risiko-Index weltweite Wettertrends.

Deutschland kommt im Klima-Risiko-Index (KRI), der von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch herausgegeben wird, zwar „nur“ auf Platz 40 der insgesamt knapp 200 Staaten der Welt. Trotzdem waren die 2017 durch Extremwetter-Ereignisse verursachten Schäden auch hierzulande riesig – vor allem die Orkantiefs im Herbst sowie regional auch Stark- und Dauerregen nach langer Trockenheit im Frühsommer schlugen zu Buche. Insgesamt gab es dadurch 27 Todesopfer und finanzielle Schäden von rund 3,6 Milliarden US-Dollar (3,1 Milliarden Euro).

Viele andere Länder der Erde traf es viel stärker – insgesamt geht 2017 als das bisher verheerendste Extremwetter-Jahr weltweit in die jüngere Geschichte ein, mit über 11 500 Todesopfern und über 375 Milliarden Dollar Schäden. Die wetterbedingten Sachschäden brechen damit die bisherigen Rekorde. Am heftigsten traf es im vorigen Jahr die Karibikinseln Puerto Rico und Dominica, beide wurden durch Wirbelstürme schwer verwüstet, über 3000 Menschen verloren ihr Leben. Puerto Rico liegt damit sowohl im KRI 2017 als auch im Langfrist-Index, der die letzten 20 Jahre auswertet, an der Spitze. „Dass die Stürme an Intensität bei Windgeschwindigkeiten und Niederschlägen zunehmen, deckt sich mit den Prognosen der Klimawissenschaft“, kommentierte David Eckstein von Germanwatch am Dienstag bei der Vorstellung des Reports auf dem UN-Klimagipfel in Kattowitz.

Mehr Monsune in Südasien

Der Index zeigt laut Germanwatch in den vergangenen Jahren zwei Trends auf. So nehme zum einen die Wucht einzelner Extremwetter-Ereignisse zu. In den betroffenen Gebieten führten dann schon wenige solcher Ereignisse dazu, dass sie über Jahre wieder aufgebaut werden müssen. Zum anderen würden Länder wie Haiti, die Philippinen, Sri Lanka oder Pakistan inzwischen so regelmäßig von Wetterextremen getroffen, dass sie kaum Zeit hätten, sich zu erholen. In Südasien sind nach der Auswertung vor allem häufiger wiederkehrende extreme Monsunregen mit Überschwemmungen und Erdrutschen die Ursachen.

Weltweit wurden in den letzten 20 Jahren über 11 500 Extremwetterereignisse registriert – das ist deutlich mehr als ein Ereignis pro Tag. Dabei kamen insgesamt über 526 000 Menschen zu Tode, die Sachschäden beliefen sich auf knapp 3,5 Billionen US-Dollar.

Vor allem arme Staaten sind laut KRI besonders betroffen. So waren von den zehn in den letzten 20 Jahren am stärksten geschädigten Ländern acht Entwicklungsländer mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen, die kaum über die Mittel verfügen, um sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Eckstein: „Sie benötigen daher besonders große Unterstützung.“ Allerdings hätten die letzten Jahre gezeigt, dass auch reiche Industriestaaten immer härter in Mitleidenschaft gezogen würden. So gehört Frankreich im Langfrist-KRI bereits zu den 20 am stärksten betroffenen Staaten, Deutschland liegt hier auf Rang 25. Eckstein rechnet damit, dass wegen der Rekord-Dürre und extremen Hitze in diesem Jahr damit, dass europäische Länder in der nächsten KRI-Ausgabe „noch mehr in den Fokus geraten“.

Germanwatch erstellt den KRI auf der Grundlage der einschlägigen Datenbank des Rückversicherers Munich Re sowie von sozioökonomischen Daten des Internationalen Währungsfonds zusammen. Die Organisation betont, die Auswertungen zu steigenden Schäden und Todesopfern erlaubten keine einfache Aussage darüber, welcher Anteil davon auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Doch lasse sich so ein Bild der Verwundbarkeit der Staaten zeichnen.

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