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Die neue europäische Trägerrakete „Ariane 6“ hätte eigentlich schon Ende 2020 erstmals abheben sollen, unter anderem wegen der Corona-Pandemie wird sich der Start nun wohl bis 2022 verzögern.
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Die neue europäische Trägerrakete „Ariane 6“ hätte eigentlich schon Ende 2020 erstmals abheben sollen, unter anderem wegen der Corona-Pandemie wird sich der Start nun wohl bis 2022 verzögern.

Neue Auswahlrunde

ESA sucht Astronaut:innen – Raumfahrtorganisation legt Wert auf Diversität

  • vonSebastian Richter
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Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA hat eine Auswahlrunde für Astronaut:innen begonnen. Dabei wird Wert auf eine diverse Selektion gelegt.

  • Eine neue Generation an Astronaut:innen aus Europa hat begonnen.
  • Die ESA stellt hohe Voraussetzungen an mögliche Kandidaten.
  • Außerdem will die Organisation mehr Diversität in ihr Raumfahrtprogramm bringen.

Paris – Die European Space Agency (ESA) sucht nach neuen Raumfahrer:innen. Zum ersten Mal seit über einer Dekade hat eine Auswahlrunde begonnen. Dabei ist die ESA sehr wählerisch bei den Personen, die eine Chance auf den begehrten Flug in den Weltraum bekommen und am „größten Abenteuer der Menschheit zum Wohle der Erde“ teilnehmen könnten. Zu den Voraussetzungen zählt unter anderem ein Masterabschluss in einem naturwissenschaftlichen Fach, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Mathematik oder Computerwissenschaft. Auch experimentelle Testpiloten sind erwünscht. Fließende Englischkenntnisse sind obligatorisch, die Kenntnis einer weiteren Fremdsprache ein guter Zusatz. Wenn man jetzt noch drei Jahre Berufserfahrung nach dem Abschluss des Studiums vorweisen kann und einen medizinischen Test bewältigt, steht einer Bewerbung bei der ESA nichts mehr im Wege.

ESA hat ein neues Auswahlprogramm für Astronaut:innen – große Erwartungen an zukünftiges Personal

Neben den harten Voraussetzungen müssen Kandidat:innen aber auch mit dem nicht unkomplizierten Leben der Astronaut:innen zurechtkommen. Unregelmäßige Arbeitszeiten, häufige Reisen und lange Abwesenheiten von Zuhause, Flexibilität beim Arbeitsort, die Fähigkeit, unter Druck ruhig zu bleiben, die Bereitschaft, sich selbst für Experimente zur Verfügung zu stellen... Auch diese Liste ist lang.

Die ESA möchte diesmal ihre Raumpilot:innen diverser auswählen. Besonders Frauen werden ermutigt, sich zu bewerben. „Um noch weiter gehen zu können als je zuvor, müssen wir auch unseren eigenen Horizont so stark erweitern wie noch nie zuvor. Dieses Auswahlverfahren ist der erste Schritt dafür“, erklärte ESA-Generaldirektor Jan Wörner.

Zudem sucht die ESA nach sogenannten Parastronauten, also Personen mit Behinderungen, die zwar „psychologisch, kognitiv, technisch und fachlich“ qualifiziert für den Flug ins All sind, aber durch eine körperliche Behinderung normalerweise daran gehindert werden, Astronaut:innen zu werden. Insbesondere Personen, deren Beine unterschiedlich lang, die insgesamt kleinwüchsig sind oder ganz eine der unteren Gliedmaßen verloren haben, sind aufgefordert, sich zu bewerben.

Große Konkurrenz beim Auswahlverfahren

Bewerben kann man sich ab dem 31. März. Im Anschluss werden die Kandidat:innen in verschiedenen Tests auf die Probe gestellt, ob sie sich für einen Ausflug ins All eignen. Oktober 2022 will die ESA bekannt geben, wer einen der vier begehrten Stellen erhalten wird. Die Konkurrenz ist hart: beim letzten Auswahlverfahren bewarben sich etwa 8500 Kandidat:innen auf einen Platz – und das sind nur die Personen, die die Voraussetzungen erfüllten. Sechs Männer und eine Frau wurden ausgewählt, darunter die deutschen Alexander Gerst und Matthias Maurer. (Sebastian Richter)

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