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Christina Koch (Mitte) assistiert ihren Kollegen Nick Hague (l.) und Anne McClain (r.) bei ihrem Ausstieg aus der ISS am 22. März.

Internationale Raumstation

Erster ISS-Außeneinsatz zweier Astronautinnen fällt aus - wegen fehlender Raumanzüge

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Erstmals sollen zwei Astronautinnen gemeinsam einen Außeneinsatz an der ISS durchführen. Doch es gibt nicht genug passende Raumanzüge.

Eigentlich sollten am kommenden Freitag erstmals zwei Astronautinnen gemeinsam einen Außeneinsatz im All durchführen. Doch nun hat die US-Raumfahrtorganisation Nasa den geplanten Einsatz der Astronautinnen Anne McClain und Christina Koch absagen müssen - wegen fehlender Raumanzüge.

Für den Einsatz an der Internationalen Raumstation ISS könne nur ein Oberteil eines Raumanzugs in der Größe M bereitgestellt werden, teilte die Nasa mit. Diesen werde am Freitag die US-Astronautin Christina Koch tragen. Für ihre Kollegin Anne McClain gebe es dann keinen passenden Anzug.

Christina Koch wird am Freitag mit ihrem Kollegen Nick Hague einen Außeneinsatz an der ISS absolvieren.

McClain hatte bereits in der vergangenen Woche gemeinsam mit Nick Hague einen so genannten „Weltraumspaziergang“ absolviert und dabei festgestellt, dass ihr die Größe M besser passt als die Größen L oder XL. Zwar trainieren die Astronauten schon auf der Erde mit den Raumanzügen. In der Schwerelosigkeit verändere sich aber der menschliche Körper, zitiert afp eine Nasa-Sprecherin. Außerdem könne ein Training die echten Begebenheiten im All nicht genau simulieren.

Der Außeneinsatz am Freitag wäre der erste gemeinsame Einsatz zweier Frauen im All gewesen. Bislang waren entweder nur männliche Astronauten außerhalb der ISS im Einsatz oder gemischte Teams, bestehend aus einer Frau und einem Mann - so wie zuletzt Anne McClain und Nick Hague am 22. März.

Lesen Sie dazu auch: Astronauten sollen in der ISS bohren

Ganz ähnlich wird es nun auch am Freitag aussehen: Christina Koch wird dann von ihrem Kollegen Nick Hague hinaus ins Weltall begleitet, Anne McClain soll am 8. April mit ihrem kanadischen Kollegen David Saint-Jacques zum Einsatz kommen.

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