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Buzz Aldrin baut das „Solar Wind Composition Experiment“ auf der Mondoberfläche auf. Im Hintergrund steht das Landemodul „Eagle“.

Historisches Ereignis

Erste Mondlandung: Ein riesiger Sprung für die Menschheit

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Die Mondlandung vor 50 Jahren war eine Meisterleistung, die seit 1972 nicht mehr wiederholt wurde. Ein Blick in die Geschichte von „Apollo 11“ und in die Zukunft der Mondmissionen.

Die erste bemannte Mondlandung ist ein historisches Ereignis und gilt bis heute als eine herausragende menschliche Leistung. Am 20. Juli 1969, um 21.17 Uhr deutscher Zeit setzte die Landefähre „Eagle“ mit den Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond auf. Gerade noch rechtzeitig, denn der Treibstoff war bereits sehr knapp. Knapp war es auch aus einem anderem Grund: Der Bordcomputer spielte kurz vor der Landung verrückt, beinahe wäre der Landeversuch abgebrochen worden – und die erste Mondlandung hätte nicht am 20. Juli 1969 stattgefunden.

Einige Stunden nach der Landung – am 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr deutscher Zeit – betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. In aller Welt saßen Menschen gebannt auf dem Sofa und schauten sich die Fernsehübertragung der Mondlandung an – es wird geschätzt, dass 500 bis 600 Millionen Menschen die historische erste bemannte Mondlandung live im Fernsehen verfolgten. Die Hälfte aller Fernsehsender weltweit waren zugeschaltet, in Deutschland übertrugen ARD und ZDF die Landung in Sondersendungen und auch das Radio übertrug live, als Neil Armstrong seine berühmten Worte sagte: „That’s one small step for man, one giant leap for mankind“ – auf Deutsch: „Das ist ein kleiner Schritt für Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“.

Im Juli 2019 jährt sich die historische erste Mondlandung zum 50. Mal – ein geeigneter Anlass, um auf die erfolgreiche Mission von „Apollo 11“ zurückzublicken. Lesen Sie dazu auch den Rückblick des damaligen FR-Korrespondenten  zum Jahrestag der Mondlandung im Jahr 2009.

Mondlandung: Was war das Ziel von „Apollo 11“?

Im Mai 1961 erklärte der damalige US-Präsident John F. Kennedy in einer Rede, dass die USA vor dem Ende des Jahrzehnts „einen Mann auf dem Mond landen und ihn wieder sicher zurück zur Erde“ bringen wollen. Ein Jahr später hielt Kennedy eine weitere berühmte Rede, die die Amerikaner auf die „Apollo“-Mission einschwören sollte. „We choose to go to the moon in this decade and do the other things […] not because they are easy, but because they are hard” – auf Deutsch: „Wir haben entschieden, in diesem Jahrzehnt zum Mond zu fliegen und die anderen Dinge zu tun, nicht weil sie einfach sind, sondern weil sie schwer sind”, so Kennedy damals.

Die erste Mondlandung in Bildern

3-2-1-Go! Die Saturn-V-Rakete hebt mit der „Apollo 11“-Crew an Bord vom Kennedy Space Center ab.  © Nasa
Für die USA ein patriotischer Moment: Die erste Mondlandemission hebt ab, im Vordergrund eine US-Flagge.  © Nasa
Buzz Aldrin, Neil Armstrong und Michael Collins (v.l.) kurz nachdem bekanntgegeben wurde, dass sie zum Mond fliegen.  © Nasa
Das Ziel der Sehnsüchte: Der Mond.  © Nasa
Das Landemodul „Eagle“ mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin an Bord steigt aus dem Mondorbit auf die Mondoberfläche herunter.  © Nasa
The Eagle has landed: Die Landefähre setzt auf der Mondoberfläche auf.  © Nasa
Nachdem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betreten hat, fotografiert er, wie Buzz Aldrin die Mondlandefähre verlässt.  © Nasa
Die Astronauten stellen eine US-Flagge auf der Mondoberfläche auf.  © Nasa
Buzz Aldrin platziert Experimente auf dem Mond.  © Nasa
Beweisfoto: Buzz Aldrin war auf dem Mond - und Neil Armstrong auch. Der erste Mann auf dem Mond spiegelt sich im Helm Aldrins.  © Nasa
Jede Menge Fußabdrücke haben die Astronauten auf dem Mond hinterlassen.  © Nasa
Die Mondlandefähre „Eagle“ in der Umlaufbahn des Mondes.  © Nasa
Der Mond aus Perspektive der „Apollo 11“-Astronauten.  © Nasa
In New York werden die drei erfolgreichen Astronauten (links im Auto) mit einer Parade gefeiert.  © Nasa

In erster Linie war das Ziel von „Apollo 11“, das zu erreichen, was Kennedy 1961 vorgegeben hatte: Eine sichere Mondlandung und Rückkehr des Astronauten vor Ablauf des Jahrzehnts. Weitere Ziele waren die wissenschaftliche Erkundung des Mondes durch die Crew, das Aufstellen einer Fernsehkamera, mit der Signale zur Erde geschickt werden können und mehrere wissenschaftliche Experimente. Wichtige Aufgaben der Astronauten waren unter anderem das Fotografieren der Mondoberfläche sowie das Sammeln von Mondgestein. Auch eine US-Flagge stellten die Astronauten auf dem Mond auf, wie das folgende Video zeigt:

Welche Astronauten landeten auf dem Mond?

Die „Apollo 11“-Crew bestand aus drei Astronauten: Commander Neil Armstrong und Landemodul-Pilot Buzz Aldrin stiegen im Landemodul „Eagle“ auf die Mondoberfläche hinunter und betraten den Mond. Kommandomodul-Pilot Michael Collins blieb im Modul „Columbia“ in einer Mondumlaufbahn. Zwei von drei „Apollo 11“-Astronauten leben noch: Buzz Aldrin (89) und Michael Collins (88). Neil Armstrong starb 2012 im Alter von 82 Jahren. Zur Backup-Crew gehörten die Astronauten James Lovell, Fred Haise und William Anders. Lovell und Anders waren bereits bei „Apollo 8“ an Bord und flogen als erste Astronauten zum Mond. Lovell und Haise gehörten später zur Crew von „Apollo 13“, der Mondmission, die abgebrochen werden musste.

Wie lange dauerte die erste Mondlandung?

Am 16. Juli 1969 startete die Mondlande-Mission „Apollo 11“ mit einer Saturn-V-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida, am 24. Juli wasserte das Kommandomodul „Columbia“ wieder im Pazifik und wurde dort vom Bergungsschiff USS Hornet eingesammelt. Genau 195 Stunden und 18 Minuten dauerte es vom Start bis zur Wasserung. 109 Tage und 42 Minuten nach dem Start der Rakete betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Gute zweieinhalb Stunden verbrachten Armstrong und sein Astronauten-Kollege Buzz Aldrin bei Außeneinsätzen auf dem Mond, insgesamt waren sie 21 Stunden und 36 Minuten auf dem Himmelskörper.

The Eagle has landed - und Buzz Aldrin steigt aus dem Landemodul aus.

Wann fand die erste Mondlandung statt? Am 20. Juli 1969 oder am 21. Juli 1969?

Ob die Mondlandung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin am 20. Juli oder am 21. Juli 1969 stattgefunden hat, ist umstritten. Als die Landefähre „Eagle“ auf dem Mond landete, war es in den USA und auch in Deutschland noch der 20. Juli 1969. Als Astronaut Neil Armstrong einige Stunden später erstmals seinen Fuß auf die Mondoberfläche setzte, war es in „Coordinated Universal Time“ (UTC), der Zeitzone, die auf dem Mond gilt, bereits 2.54 Uhr am 21. Juli 1969, während es in den USA noch der späte Abend des 20. Juli 1969 war. Genau genommen fand die erste Mondlandung also am frühen Morgen des 21. Juli 1969 statt, in den USA gilt jedoch auch fünfzig Jahre später der 20. Juli 1969 als der Tag der ersten Mondlandung.

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Wie viele Mondlandungen gab es bislang?

Zwischen 1969 und 1972 sind insgesamt sechs bemannte „Apollo“-Missionen auf dem Mond gelandet, zwölf Astronauten aus den USA betraten dabei den Mond. Der erste Mensch auf dem Mond war Neil Armstrong mit „Apollo 11“, die bisher letzten Menschen auf dem Mond waren Eugene Cernan und Harrison Schmitt („Apollo 17“, 1972).

Wo landete „Apollo 11“ auf dem Mond?

„The Eagle has landed“ („Der Adler ist gelandet“), funkte Neil Armstrong nach der Mondlandung in einer Gegend namens „Mare Tranquillitatis“ („Meer der Ruhe“) zur Erde. Die Region, in der Armstrong und Aldrin gelandet waren, ist eine dunkle Tiefebene auf der der Erde zugewandten Seite des Mondes. Der Landepunkt des Landemoduls heißt seitdem „Tranquility Base“ oder „Statio Tranquillitatis“. Drei kleine Mondkrater in der Nähe der Landestelle wurden nach den „Apollo 11“-Astronauten Aldrin, Collins und Armstrong genannt. Das folgende Video zeigt den Außenbordeinsatz von Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond:

Was haben die Astronauten auf dem Mond zurückgelassen?

Von insgesamt sechs bemannten Mondlandungen sind einige Spuren auf dem Mond zurückgeblieben. Auf der Liste der „Menschengemachten Dinge auf dem Mond“ (pdf) der US-Raumfahrtorganisation Nasa stehen unter anderem mehrere Mondfahrzeuge und Laserspiegel, die eine genaue Messung der Entfernung zwischen Erde und Mond ermöglichen. „Apollo 11“ hat auch eine Fernsehkamera und mehrere Linsen dort gelassen, außerdem sind auch Flaggen auf dem Mond geblieben. „Apollo 14“ hat beispielsweise auch zwei Golfbälle auf dem Mond zurückgelassen, die der Astronaut Alan Shepard abschlug.

Wann findet die nächste Mondlandung statt?

1972 haben Menschen zum letzten Mal den Mond betreten, mit der Rückkehr von „Apollo 17“ auf die Erde war Schluss mit der bemannten Mondfahrt. Doch immer wieder kommt in der US-Politik die Idee auf, wieder Menschen zum Mond zu schicken. Ganz aktuell hat US-Vizepräsident Mike Pence bekanntgegeben, dass die USA bereits 2024 wieder Astronauten zum Mond fliegen wollen - zur Not auch mit Hilfe kommerzieller Technologie. Es gab auch schon - mittlerweile eingestampfte - Pläne, wonach bereits 2020 wieder Menschen auf dem Mond landen sollten. Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX will im Jahr 2023 erstmals Menschen um den Mond herumfliegen.

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