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Sentinel-2B ist im All - in drei bis vier Monaten nimmt die Mission den Betrieb auf.

Copernicus-Programm

Erdbeobachtungssatellit "Sentinel-2B" gestartet

Die europäische Weltraumorganisation Esa startet den fünften europäischen Erdbeobachtungssatelliten. Sentinel-2B soll Bilder von Landmassen, Inseln und Küstengebieten liefern

Der fünfte europäische Erdbeobachtungs-Satellit Sentinel-2B ist in Französisch-Guyana erfolgreich gestartet. Pünktlich um 2.49 Uhr deutscher Zeit hob die für kleinere Satelliten konzipierte Vega-Rakete auf dem Weltraumbahnhof im südamerikanischen Kourou ab. Fast genau eine Stunde später wurde der Satellit in seiner Umlaufbahn 786 Kilometer über der Erde ausgesetzt.

Gemeinsam mit dem baugleichen Sentinel-2A soll das Gerät Bilder von Landmassen, Inseln und Küstengebieten liefern. Beide Satelliten zusammen sollen künftig die gesamte Erdoberfläche innerhalb von fünf Tagen einmal abtasten. Bisher dauerte das zehn Tage. Ein Satellit kann dabei Streifen mit einer Breite von 290 Kilometern aufnehmen, die Auflösung liegt zwischen zehn und sechzig Metern.

Nach einer dreitägigen Start- und Einsatzerprobungsphase soll die Überprüfung und Kalibrierung der Instrumente beginnen. In drei bis vier Monaten soll die Mission in den Betrieb gehen. "In den kommenden Monaten soll die Konstellation noch um zwei weitere Satelliten, Sentinel-5P und Sentinel-3B erweitert werden", erklärt Esa-Generaldirektor Jan Wörner.

Das Copernicus-Programm, zu dem die Sentinels (Wächter) gehören, wird aus dem EU-Budget - also indirekt von den 28 Mitgliedsstaaten - und von den 22 Mitgliedsländern der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) finanziert. Die Daten sind für Nutzer kostenfrei verfügbar. Sie werden zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft eingesetzt, um den Zustand von Pflanzen oder die Trockenheit von Böden zu beurteilen. Auch bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen sollen die Bilder nützlich sein. (dpa/tab)

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