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Eine Billion Bäume mehr auf der Welt - dieses Ziel hat sich eine Baumpflanzinitiative gesetzt, die sogar Donald Trump gut findet.

ÖKO-LOGISCH

Ende der Müll-Orgie

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„Let’s Clean Up Europe“ ist ein Wahnsinns-Job. Denn die Leute schmeißen nun einmal viel weg.

Eine Billion Bäume mehr. Das sind ziemlich viele. Und sie zu pflanzen, findet sogar Donald Trump gut. Der US-Präsident lobte die Initiative dazu, die im Januar auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gestartet worden war. In seiner Rede an die Nation kündigte er jetzt an, die USA würden ihr beitreten – „um die Umwelt zu schützen“. Regierungen und Privatunternehmen würden so zusammengebracht, um „neue Bäume in Amerika und rund um die Welt zu pflanzen“. Wird Trump nun doch zum Klimaschützer?

Bei der Initiative spielen auch US-Unternehmen wie der Software-Konzern Salesforce eine wichtige Rolle. Dessen Gründer Marc Benioff sagte: „Keiner ist gegen Bäume. Der Baum ist sogar überparteilich.“

Wieso Trump dabei mitmacht, ist klar. Auch bei den US-Republikanern gibt es Leute, denen Umwelt und Klima nicht egal sind, Thinktanks, die der Partei nahestehen, empfehlen sogar die Einführung einer CO2-Steuer. Der Präsident versucht, bei dieser Klientel zu punkten, ohne seinen Pro-Fossile-Energien-Kurs aufzugeben. Es fiel auf, dass er das Hauptanliegen der Baum-Initiative – nämlich Klimaschutz durch Entfernen von CO2 aus der Atmosphäre – gar nicht ansprach und ansonsten seine „America-Great-Again“-Litanei durch die boomende heimische Erdöl- und Erdgas-Produktion vortrug.

Klimaschützer Wald - ja, aber

Damit wird auch das Hauptproblem der Baumpflanz-Initiative deutlich. Die Zahl der Bäume auf der Erde von heute schätzungsweise gut drei auf über vier Billionen zu erhöhen, kann durchaus helfen, das CO2-Problem zu entschärfen. Doch erstens ist die Wirkung limitiert – Wälder stehen zunehmend unter Stress durch Brände, Dürrephasen und Schädlingsbefall, wie man gerade in Australien und Deutschland erleben kann.

Sarkastisch bemerkte der Harvard-Forscher David Keith dazu: „Wenn du viele Bäume pflanzt, um CO2 im Wald zu speichern, erhöhst du nur den Scheiterhaufen.“ Zudem können in nördlichen Regionen aufgeforstete, dadurch dunklere Flächen wegen verminderter Sonnenlicht-Rückstrahlung - Stichwort Albedo-Effekt – sogar zur globalen Erwärmung beitragen und den CO2- Speichereffekt zunichte machen.

Vor allem aber darf die Initiative nicht als Feigenblatt missbraucht werden, um mit dem Verbrennen der fossilen Energien so weitermachen zu können wie bisher. So wie es Trumps Plan ist.

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