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In den Morgenstunden ist die Hitze noch erträglich.
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In den Morgenstunden ist die Hitze noch erträglich.

Öko-Logisch

Hitzewelle in Deutschland: Mit der Sonne ist nicht nur zu spaßen

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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Die extreme Hitzewelle in Deutschland ist nicht zwangsweise auf den Klimawandel zurückzuführen – oder? So oder so gilt es in Zukunft umso mehr, sich vor der Sonne zu schützen.

Endlich nach draußen! Das Frühjahr war kalt, im Mai auch richtig nass. Der Juni entschädigt dafür. Es ist Sommer, bevor der Sommer überhaupt angefangen hat. Dass das schöne Wetter nun gleich in eine veritable Hitzewelle mündet, hätte nun nicht sein müssen. Doch meckern ist nicht unser Ding. Man kann ja wieder ins Schwimmbad, Corona-konform natürlich, und morgens früh im Wald, wo er noch steht, ist es auch gut auszuhalten.

Klimawandel oder nicht? Kann man nicht sagen. Er macht das Wetter extremer, das wissen inzwischen alle. Sonne satt und Hitzewellen in der ersten Juni-Hälfte sind nicht sehr ungewöhnlich – wissen Wetterexperten –, aber die Wahrscheinlichkeit dafür steigt. Dieser Supersommer Mitte Juni ist wieder einmal ein Fingerzeig: Wir müssen uns einstellen auf veränderte Wettermuster. Das Leben verändert sich im Klimawandel.

Hitze und erhöhte UV-Belastung – Die Folgen des Klimawandels zeigen sich längst auch im Alltag

Das gilt übrigens auch beim Sonne-Tanken, worauf hier aus gegebenen Anlass hingewiesen sei. Die Zahl der wolkenlosen, sonnigen Tage nimmt aufgrund der Klimaveränderungen zu, wie aus der Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland hervorgeht, die das Bundesumweltministerium in dieser Woche vorgestellt hat. Logische Folge: Wir sind mehr UV-Strahlung ausgesetzt, und dadurch wächst das Risiko, UV-bedingte Krankheiten zu bekommen, wie Augenschäden oder Hautkrebs.

Die UV-Belastung steigt laut Bundesamt für Strahlenschutz übrigens nicht nur, weil die Sonnenschein-Stunden zunehmen und schöneres Wetter dazu verlockt, sich mehr in der Sonne aufzuhalten. Zwei weitere Faktoren kommen hinzu, die mit der Ozonschicht in der Stratosphäre zu tun haben. So führt der Klimawandel zu einer langsameren Erholung dieses natürlichen UV-Schutzschirms, was die damit verbundene Reduzierung der UV-Strahlung verzögert.

Hitzewelle rollt durch Deutschland – UV-Strahlung aber auch bereits Ende März eine Gefahr

Zudem sind über Deutschland in den letzten Jahrzehnten im Spätwinter öfter Mini-Ozonlöcher aufgetreten - eine Folge des winterlichen Ozonabbaus über der Arktis. Wenn dies passiert, dann steigt der UV-Index hierzulande bereits Ende März auf beachtliche Werte. Zu einer Zeit also, in der noch niemand an eine Sonnenschutzcreme denkt.

Mit der Sonne, auch wenn sie noch so schön scheint, ist nicht zu spaßen. Die richtige Dosierung macht’s. Endlich nach draußen, ist schon ein gutes Gefühl. Aber es kann ja auch im Schatten sein. (Joachim Wille)

Die Folgen extrem hoher Temperaturen belasten derzeit auch Millionen Menschen im Südwesten der USA. Die Klimaanlagen werden derart beansprucht, dass Stromnetzbetreiber die Bevölkerung in Kalifornien zum Spromsparen aufrufen. (Joachim Wille)

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