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Komet „C/2021 A1 Leonard“
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Der Komet „C/2021 A1 Leonard“ fliegt am kommenden Wochenende an der Erde vorbei und könnte am Morgenhimmel sichtbar werden.

Geballte Himmelsphänomene

Ein Komet und viele Sternschnuppen

Lichtspiele aus dem All: Ein Schweifstern und verglühende Partikel gibt es in den kommenden Tagen. Ein Komet und viele Meteore sind am Himmel zu sehen, wenn den das Wetter mitspielt.

Heppenheim/Offenbach - Für Schaulustige und Sternengucker könnten die kommenden Tage zu einem Spektakel werden.

Ein Komet und Hunderte, in der Atmosphäre verglühende Meteore werden am Nacht- und Morgenhimmel über Deutschland erwartet. Komet „C/2021 A1 Leonard“ wird in 34 Millionen Kilometer Entfernung am Sonntagmorgen seinen nahesten Punkt zur Erde erreichen und könnte bei freien Himmel möglicherweise sogar mit bloßen Auge erkannt werden, wenn Wetter und Morgendämmerung mitspielen. In den folgenden Tagen werden die Meteore der Geminiden verglühen und in den Nachtstunden zu Hunderten am Himmel erscheinen. Der Höhepunkt sei für die Nacht zum Dienstag zu erwarten, sagte Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, der Deutschen Presse-Agentur.

Komet „Leonard“ wird am Sonntagmorgen zwischen sechs und sieben Uhr am östlichen Horizont am besten zu sehen sein, wenn Morgendämmerung und aufgehende Sonne nicht dazwischen funken. „Für ein helles Spektakel wird dieser Schweifstern nicht sorgen“, heißt es bei den Sternfreunden. Mit einem Fernglas oder Fernrohr sollte er aber leicht zu entdecken sein. Doch dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach zufolge gibt es voraussichtlich nur in wenigen Regionen Deutschlands die Chance auf einen Blick. Von Westen her nahe in der Nacht eine Warmfront mit Niederschlägen, sagte ein DWD-Sprecher. „Es ziehen ganz viele Wolken rein. Die höchsten Chancen gibt es vielleicht im Allgäu, in den Alpen oder in Ostsachsen.“

„Dieser Besuch des Kometen Leonard ist kein helles Himmelsereignis, aber er wird für uns der einzige sein“, teilten die Sternfreunde mit. Nachdem er die Sonne in einem weiten Bogen umrundet habe, werde der Himmelskörper in die Weiten des Weltalls entschwinden und nie wieder ins Sonnensystem zurückkehren. „C/2021 A1 Leonard“ war am 3. Januar der erste entdeckte Komet dieses Jahres. Er wurde von Gregory J. Leonard am Mount-Lemmon-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona gesichtet.

Kometen sind mehrere Milliarden Jahre alt und stammen aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems. Sie bestehen aus einer Mischung von Eis, Staub und Gestein. Nähert sich ein Komet der Sonne, beginnt sein meist nur wenige Kilometer großer Kern zu verdampfen und bildet eine dichte Staub- und Gaswolke. Später entsteht der Kometen-Schweif.

Höhepunkt dürfte die Nacht zum 14. Dezember sein

Die nach dem Sternbild Zwillinge benannten Geminiden könnten ein Spektakel werden. „Mit 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres“, sagte Melchert. Der Höhepunkt sei in der Nacht zum 14. Dezember zu erwarten. Allerdings gehe der zunehmende Mond erst nach Mitternacht unter, so dass am Morgen die meisten der verglühenden Meteore zu sehen sein werden, wenn denn das Wetter mitspielt.

Hier möchte der DWD noch keine wirkliche Vorhersage machen. Prognosen würden Wolken und möglicherweise auch Nebel sehen. Die größten Chancen gebe es vielleicht noch in den Höhenlagen des Schwarzwaldes oder der Alpen, sagte der Sprecher.

Wer eine Chance auf die Sternschnuppen haben will, muss den Sternfreunden zufolge am Abend seinen Blick nach Osten richten. Das Sternbild Zwillinge - aus dem die Geminiden zu entspringen scheinen - werde im Laufe der Nacht dann über den Süden und am Morgen im Nordwesten stehen. Die Zwillinge gehen nach Angaben der Vereinigung bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf, daher sei die ganze Nacht über mit Sternschnuppen zu rechnen, auch noch in den Tagen nach dem 14. Dezember.

Dass die Meteore dem Sternbild Zwillinge entspringen, ist den Sternfreunden zufolge natürlich nur ein perspektivischer Effekt. Der Grund für ihr Auftreten sei, dass die Erde eine kosmische Staubwolke durchquere. Diese stamme vermutlich von dem Kleinplaneten Phaethon, der möglicherweise zerbrochen sei und Trümmerteile hinterlassen habe. Beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen diese dann und sind als Sternschnuppen am Himmel zu sehen. dpa

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