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Langzeitfolgen

Ein Drittel hat Long-Covid

Studie zu Langzeitfolgen: Am häufigsten sind Atemnot, Müdigkeit und der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn.

Auch nach der akuten Krankheitsphase kämpft ein Drittel der Covid-Patient:innen noch lange mit Beschwerden. Bereits im Herbst hatte ein irisches Forschungsteam festgestellt, dass unabhängig von der Schwere des Verlaufs rund die Hälfte auch Wochen später unter chronischer Müdigkeit leidet. Eine Studie aus der Schweiz kommt nun zum Ergebnis, dass ein Drittel der Patient:innen mit Langzeitfolgen rechnen muss; in der Wissenschaft wird dieser Effekt mittlerweile als „Long Covid“ bezeichnet. Zu den häufigsten hartnäckigen Beschwerden zählen demnach die erwähnte bleierne Müdigkeit sowie ein Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Die Wissenschaftler:innen der Universität Genf untersuchten für ihre Studie 669 Frauen und Männer, die an Covid-19 erkrankt waren, zum Zeitpunkt des Studienstarts deswegen aber nicht in einer Klinik behandelt werden mussten, sondern die Infektion zuhause auskurieren konnten. Das mittlere Alter der Teilnehmer:innen beträgt 42,6 Jahre, 60 Prozent sind Frauen, knapp 70 Prozent der Proband:innen weist keine Vor- oder Grunderkrankungen auf. Alle wurden in bestimmten Intervallen angerufen, um Angaben zu ihren Symptomen zu machen, Im Verlauf der Studie kamen 40 Teilnehmer:innen doch ins Krankenhaus, ihre Daten sollen nachträglich ausgewertet werden.

Das Gesamtergebnis: 30 bis 45 Tage nach der Diagnosestellung berichteten mehr als 30 Prozent der Frauen und Männer noch davon, unter einem der typischen Covid-Symptome zu leiden. Am häufigsten wurde von dauernder Müdigkeit, Atemnot und dem anhaltenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns berichtet. Nicht mehr richtig riechen und schmecken zu können, gehört zu den typischen Symptomen einer Covid-Erkrankungen, die nicht wie bei einem Schnupfen von einer verstopften Nase herrühren. Die Coronaviren greifen vermutlich Zellen der Riechschleimhaut und Sinneszellen an, die Signale ans Gehirn weiterleiten.

Wissenschaftler:innen gehen mittlerweile davon aus, dass ein Großteil der Patient:innen solche Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns entwickelt. Auch wenn sie nicht lebensbedrohlich sind, so bereiten diese Beschwerden den Betroffenen einen enormen Leidendrucks. Einige Expert:innen empfehlen ein gezieltes Riechtraining, bei dem man regelmäßig intensiv und bewusst an charaktertischen Düften wie Kaffee, Pfefferminz oder einem bestimmten Parfum schnuppert.

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