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Wer morgens das heiße Wasser zehn Minuten laufen lässt, um wach zu werden, und dabei keinen Wassersparkopf installiert hat, produziert satte zehn Kilogramm Kohlendioxid.

Ökologisch

Das Duschen bringt’s

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Kürzer duschen, mit dem Rad zu Arbeit, Spätzlepfanne statt Kalbsgeschnetzeltes, Sport machen statt Fernsehen, Computer ausschalten statt Standby. So etwas und viele andere Dinge kann man für‘s Klima tun.

Ausgerechnet das Duschen! Wer morgens das heiße Wasser zehn Minuten laufen lässt, um wach zu werden, und dabei keinen Wassersparkopf installiert hat, produziert satte zehn Kilogramm Kohlendioxid. Dagegen fallen das elektrische Zahnbürsten mit 50Gramm und die Tasse Kaffee mit 75 Gramm kaum ins Gewicht. Selbst die zehn Kilometer Fahrt im Auto zur Arbeit kommen einem mit 1,28 Kilo nicht mehr so dramatisch vor. Doch ob Kilo oder Gramm, es lohnt es sich, an vielen dieser Tagesroutinen zu schrauben, zuhause, unterwegs, auf der Arbeit.

Kürzer duschen, Sparkopf einbauen, mit dem Rad zu Arbeit, Spätzlepfanne statt Kalbsgeschnetzeltes, Sport machen statt Fernsehen, Computer ausschalten statt Standby. So etwas und viele andere Dinge, eigentlich gar nicht so schwierige, kann man tun. Die persönliche CO2-Tagesbilanz an einem Arbeitstag lässt sich dadurch von 23 auf knapp vier Kilo drücken. Das ist doch mal ein Wort. So etwas zu wissen, öffnet die Augen. Das Do-It-Yourself-Magazin „heimwerker.de“ rechnet es uns vor (www.heimwerker.de/klimaschutz-so-sparen-sie-bis-zu-19-kilo-co2-an-einem-Arbeitstag). Das ist zwar kein ausgewiesenes Öko-Organ, dafür aber reichweitenstark, mit Zugang zu Otto Normalschrauber – und verdient deswegen Lob. Immer mehr Leute wollen ja selbst etwas tun, jetzt, da die Dramatik der Klimakrise offensichtlich wird.

Wenn dann aber der Weltklimarat fordert, der Treibhausgas-Ausstoß müsse bis 2030 weltweit halbiert werden, um das 1,5- Grad-Ziel der Erderwärmung überhaupt noch halten zu können, könnte man glatt in Depression versinken. Wie soll das zu schaffen sein, wo selbst im früheren Vorreiterland Deutschland seit zehn Jahren Stillstand im Klimaschutz herrscht? Insofern machen die Beispiele aus dem Heimwerker-Magazin Mut. Sie zeigen, wie viel noch drin ist, wenn so kleine Veränderungen im persönlichen Leben so große CO2- Entlastungen bringen können.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Das ist kein Plädoyer für die Privatisierung des Klimaschutzes, ganz im Gegenteil. Sich individuell klimafreundlich zu verhalten, macht nur dann Sinn, wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schafft. Mit einem schnellen Kohleausstieg und 100 Prozent Ökostrom etwa. Denn dann kommt aus der Dusche nur noch Wasser raus – und kein CO2. Und dann kann man sie statt drei, wie das Magazin empfiehlt, auch fünf Minuten laufen lassen.

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