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Ein Weißkopfseeadler - das Wappentier der USA - im Tongass National Forest in Alaska.

Öko-logisch

Donald Trump lässt holzen

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Donald Trump ist Umweltschützer - sagt er jedenfall selbst. Nun lässt er die Hälfte des Tongass National Forest in Alaska für die Holzindustrie öffnen.

Donald Trump ist Umweltschützer. Sagt er jedenfalls über sich selbst. Er wolle das sauberste Wasser und die sauberste Luft für seine USA, bekundete der US-Präsident jetzt auf dem G7-Gipfel in Biarritz. Allerdings wolle er auch ein reiches Land mit vielen Jobs. Und wie bei dem mächtigsten Mann der Welt im Zweifel die Abwägung zwischen Ökologie und Ökonomie ausfällt, zeigte sich just zum selben Zeitpunkt: Sein Agrarminister Sonny Perdue öffnete die Hälfte des größten US-Staatsforsts für die Holzindustrie, den „Tongass National Forest“ in Alaska, der zum pazifischen gemäßigten Regenwald gehört. Trump-Vorgänger Bill Clinton hatte ihn 2001 unter strengen Schutz gestellt.

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Die Nachricht aus Washington, sorgte für Furore. In Biarritz hatte Gipfelchef Emmanuel Macron ja den Kampf gegen die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes zum Top-Thema gemacht. Dass das G7-Mitglied USA nun selbst den Urwaldschutz aushebelt, indem das Straßenbau- und Abholzungsverbot für 3,8 Millionen Hektar Waldfläche aufgehoben werden, passte dazu gar nicht.

Die Schätze der USA

Doch Trump juckt Kritik an solchen Entscheidungen ja sowieso nicht. Seine Strategie ist es, die „enormen Schätze“ der USA für die Wirtschaft verfügbar zu machen. Beispiel gibt es viele. An der Westküste ließ er große Flächen fürs Erdgas- und Erdöl-Fracking verpachten, das Schutzgebiet „Arctic National Wildlife Refuge“ öffnete er für Öl- und Gasbohrungen, und zwei berühmte Naturschutzgebiete im Bundesstaat Utah, wo große Kohlevorräte liege, schrumpfte er per Dekret um mehr als die Hälfte.

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Trump lässt sich nicht von seinem fossilen Kurs abbringen, den er mit dem angekündigten Ausstieg aus dem Pariser Weltklimavertrag signalisiert hat. Auch beim Alaska-Regenwald geht es ihm offenbar nicht nur um Holz, sondern auch um Bodenschätze. Davon lässt er sich nicht abbringen, weder von Wissenschaftlern noch Umweltverbänden noch Forstbehörden. Letztere sorgen sich wie die Tourismusindustrie um die unberührte Tongass-Natur die immer mehr Urlauber anziehe. Und um die großen Lachsbestände in Gewässern des riesigen Waldgebiets. 

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Der Nutzen den der Lachs der regionalen Wirtschaft bringt, wird auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Das ist viel mehr, als der Holzeinschlag bringen würde. Der Lachs mag auch sauberes Wasser, ganz wie Trump. Aber das hilft ihm nicht.

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