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COP26

UN-Klimakonferenz: Das sind die zehn wichtigsten Themen

  • Joachim Wille
    VonJoachim Wille
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In Glasgow steht gerade viel auf dem Spiel. Das 1,5-Grad-Ziel, Kohle und der Schutz des Waldes – an diesen zehn Punkten lässt sich der Erfolg der UN-Klimakonferenz messen.

Glasgow - Glasgow ist nicht Paris. Ein Signal wie beim Gipfel in Frankreichs Hauptstadt 2015, als sich erstmals Industrie- und Entwicklungsländer gemeinsam auf ein Limit für die Erderwärmung einigten, wird es nicht geben. Großbritanniens Premier Boris Johnson hat die COP26 als die Konferenz „Kohle, Autos, Geld und Bäume“ bezeichnet.

Hier zehn Punkte, an denen man den Erfolg von Glasgow messen kann.

Klimagipfel in Glasgow: Pariser Klimaabkommen und Senkung der globalen Emissionen

1,5 Grad: Unter zwei Grad, möglichst aber 1,5 Grad lautet das Paris-Ziel. Neue Länder-Zusagen zu CO2-Reduktionszielen für 2030, die das in Reichweite halten, werden dringend gebraucht, denn bisher steuert die Welt auf gefährliche 2,7 Grad zu. Der G20-Gipfel am Wochenende in Rom hat zwar die 1,5 Grad beschworen, aber nichts Konkretes beschlossen.

Post-Corona-Fortschritt: Die globalen Emissionen müssen ab sofort sinken, nachdem sie 2021 die Vor-Corona-Werte wieder erreicht haben. Die Regierungen müssen deutlich machen, dass sie weitere Konjunktur-Hilfen vor allem in Öko-Energien, die Verkehrswende und andere Klima-Maßnahmen stecken – anders als bisher. Klimaneutralität wie der G20-Gipfel nur vage für „bis zur oder um die Mitte des Jahrhunderts“ ins Auge zu fassen, aber aktuell nicht umzusteuern, bringt nichts.

UN-Klimakonferenz in Glasgow – Es braucht weitere Zusagen für Finanzierung von Klimaschutz

Nachzügler machen mit: Vor Glasgow hat die Türkei endlich das Paris-Abkommen ratifiziert und die Vereinigten Arabischen Emirate verpflichteten sich als erster Golfstaat dazu, bis etwa 2050 keine CO2-Emissionen mehr zu verursachen. In Glasgow sind weitere Ankündigungen von Klimasündern möglich.

Ein 100-Milliarden-plus-Deal: In Glasgow werden weitere Zusagen gebraucht, um die versprochenen 100 Milliarden Dollar jährlich vollzumachen, die die Industriestaaten den Entwicklungsländern für Klimaschutz und Klimaanpassung schon seit dem Jahr 2009 versprechen. Erreicht werden bisher nur rund 80 Milliarden. Noch besser wäre es, dieses Ziel zu erreichen und dann ein neues – höheres – zu setzen. Denn die 100 Milliarden reichen nicht aus.

Der britische Premierminister Boris Johnson spricht während der Eröffnungszeremonie des UN-Klimagipfels COP26, der aktuell in Glasgow stattfindet.

Klimagipfel der EU: Länder wie China müssen sich trotz Energiekrise zum Kohleausstieg verpflichten

Weltweites Methan-Abkommen: Rund 60 Länder, darunter EU, Großbritannien, USA und Kanada, wollen in Glasgow verkünden, dass sie die Emissionen des Treibhausgases Methan bis 2030 um mindestens 30 Prozent senken wollen. Je mehr Länder sich anschließen, umso besser. Am besten mit dem Ziel, ein globales Abkommen zu schließen.

Kohleausstieg weltweit: Die Kohlenutzung sinkt in Europa und den USA. Wichtig wäre, dass sich auch andere Länder, vor allem in Asien, mittelfristig zum Ausstieg verpflichten – trotz der aktuellen Energiekrise, die zum Beispiel China Kohlekraftwerke hochfahren lässt.

Klimakonferenz in Glasgow: Es braucht stärkeren Waldschutz und Absage an Verbrenner-Fahrzeuge

Waldschutz: Die Zerstörung von Wäldern, Mooren und anderer naturnaher Landschaften sind eine der Hauptursachen für den Klimawandel. Ein neuer Anlauf zu Schutz und Wiederherstellung ist überfällig.

Aus für Verbrenner: Der Herstellung von Benzin- und Dieselautos muss auslaufen. Eine Verabredung möglichst vieler Länder zu einem Enddatum 2030 wäre ein großer Fortschritt.

Abkommen zur Reduzierung von Beton-Herstellung und Regelungen für Artikel 6

Bremse für Klimakiller Beton: Schritte zu einem Abkommen zur Emissionsreduzierung wären wegweisend.

Artikel 6 abhaken: Dieser Artikel des Pariser Vertrags regelt die Einrichtung globaler Emissionshandelssysteme. Wichtige Regelungen dazu fehlen noch. Sie zu verabschieden, wäre ein Haupterfolg. (Joachim Wille)

Rubriklistenbild: © Adrian Dennis/Pool AFP/dpa

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