Die Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte, der größte Binnensee Deutschlands, ist komplett von Eis bedeckt.
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Die Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte, der größte Binnensee Deutschlands, ist komplett von Eis bedeckt.

Klima

Deutsche Winter immer wärmer

Seit 1916 klettern die Temperaturen im Winter kontinuierlich nach oben. Klimaexperten zufolge werden schneereiche Winter schon in etwa 40 Jahren selbst in den deutschen Mittelgebirgen die Ausnahme sein.

Hamburg. Auch die eisigen Temperaturen der vergangenen Tage können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Winter in Deutschland tendenziell immer milder werden.

Schnee und zugefrorene Seen sind in vielen Regionen mittlerweile eine Seltenheit. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist die mittlere Jahrestemperatur seit Beginn des 20. Jahrhunderts um 0,9 Grad gestiegen. Die Wintermonate Dezember 2006 bis Februar 2007 waren mit durchschnittlich 4,4 Grad sogar die wärmsten seit Beginn der deutschen Messreihen im Jahr 1901.

Klimaexperten zufolge werden schneereiche Winter schon in etwa 40 Jahren selbst in den deutschen Mittelgebirgen die große Ausnahme sein. Grund ist die globale Erderwärmung.

Zwischen 1901 und 1915 lagen die mittleren Wintertemperaturen noch zwischen minus 1,6 und knapp 2 Grad. Danach kletterten die Temperaturen langsam nach oben - wenn auch nicht kontinuierlich. So wurde 1916 mit 2,8 erstmals die 2-Grad-Marke überschritten, 1975 die von 3 (3,6 Grad) und 2007 sogar die von 4.

Besonders kalte Winter gab es 1929 mit minus 4,8 Grad, 1940 mit minus 5,0 und 1963 mit minus 5,5 - im Durchschnitt. Seitdem sackte die Durchschnittstemperatur nie wieder unter minus 2,8 (1970) Grad. (dpa)

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