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Das Wattenmeer an der Nordsee ist eine einzigartige Naturlandschaft.
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Das Wattenmeer an der Nordsee ist eine einzigartige Naturlandschaft.

Öko-Logisch

Das Naturerbe wird verspielt

  • Joachim Wille
    vonJoachim Wille
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Die Lage am Great Barrier Reef vor Australien verschlechtert sich dramatisch; und sogar das Wattenmeer ist bedroht. Die Kolumne Öko-logisch.

Das Wattenmeer an der Nordsee ist eine einzigartige Naturlandschaft. Die Unesco hat es zur „Weltnaturerbestätte“ erklärt. Doch das sensible Ökosystem ist bedroht. Keine gute Nachricht: Steigender Meeresspiegel und Erwärmung gefährden das sensible Ökosystem, es droht längerfristig als Brutstätte für Zugvögel auszufallen. Es befindet sich auf einer Liste dieser Regionen, die einer „sehr hohen Bedrohung“ durch den Klimawandel ausgesetzt sind. Veröffentlich hat sie die Weltnaturschutzunion (IUCN).

Leider eben kein Einzelfall: Der Klimawandel gilt inzwischen als größte Bedrohung der Weltnaturerbestätten. Die IUCN hat den Zustand dieser 252 Gebiete jetzt zum dritten Mal nach 2014 und 2017 analysiert. Ergebnis: Der Klimawandel beeinträchtigt nun bereits 83 davon „bedenklich“ bis „kritisch“, vor sechs Jahren waren es erst 35. Hinzu kommen weitere Bedrohungen, darunter Abholzung, Straßenbau und Tourismus, sofern er nicht nachhaltig durchgeführt wird.

Great Barrier Reef verloren?

Alarm schlagen die IUCN-Fachleute beim Great Barrier Reef vor Australiens Ostküste. Dass das wärmere Wasser und die zunehmende Versauerung das größte Korallenriff der Welt bedrohen, ist seit langem bekannt. Doch inzwischen erscheint die Lage wirklich dramatisch. Es wurde nun in die Kategorie „kritisch“ eingestuft. Dort finden sich auch der Everglades-Nationalpark in Florida, der tropische Regenwald auf Sumatra, der Nationalpark am Turkana-See in Kenia und, ebenfalls ein trauriger Neuzugang, die zu Mexiko gehörenden Inseln im Golf von Kalifornien.

Der Report macht klar: Klima- und Naturkrise sind zwei Seiten derselben Medaille. Noch so gute Maßnahmen zum Artenschutz werden auf Dauer nichts ausrichten, wenn die globale Erwärmung nicht auf möglichst 1,5 Grad Celsius begrenzt wird, wie der Pariser Weltklimavertrag es fordert. Beispiel: Great Barrier Reef. Forschende sagen: Bei 1,5 Grad könnte wahrscheinlich etwa ein Drittel der Korallen dort gerettet werden, doch bereits bei zwei Grad ist das Riff wohl komplett verloren.

Zum Glück kann die IUCN auch auf einige Erfolge verweisen. Verbessert hat sich die Lage dank gutem Management und teils internationalen Hilfen etwa in Nationalparks in Irland, China und der Elfenbeinküste. Doch klar ist: Das alleine hilft auf Dauer nicht. Arten- und -Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen.

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