Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wissenschaftler schauen sich im Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA die Übertragung der Curiosity-Landung auf dem Mars an.
+
Wissenschaftler schauen sich im Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA die Übertragung der Curiosity-Landung auf dem Mars an.

Mars Curiosity Landung

Curiosity landet, Darmstadt jubelt

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
    schließen

Die europäische Weltraumorganisation ESA unterstützt die Landung des Marsrovers Curiosity mit ihrer Sonde Mars Express. Während die Arbeit des Rovers erst beginnt, ist die der ESA schon fast beendet.

Sechs Uhr morgens – in Darmstadt ist es noch ruhig. Nur auf dem Gelände des European Space Operations Centre (ESOC) in der Nähe des Hauptbahnhofs ist an diesem Morgen schon viel Betrieb: Die europäische Weltraumorganisation ESA unterstützt mit der Sonde Mars Express die Landung des Rovers Curiosity auf dem Mars und hat Medienvertreter eingeladen, dabei zu sein.

Thomas Reiter, ehemaliger Astronaut und jetzt ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Leiter des ESOC blickt kurz auf die Mission „Mars Space Laboratory“ der Nasa: „Es ist unser höchstes Ziel, Menschen auf benachbarte Planeten zu bringen“, sagt er.

Aber erst einmal soll der Marsrover Curiosity untersuchen, ob es auf dem Mars Leben gab oder geben könnte. Hinweise auf Wasser hat man entdeckt, auch im Gale-Krater, in dem Curiosity mittlerweile erfolgreich gelandet ist.

Die Ruhe vor dem Sturm

„Die Bodenverhältnisse auf dem Mars sind komplex“, erklärt Marc McCaughrean, ESA-Leiter für Forschungs- und Wissenschaftsunterstützung. Curiosity solle im Gale-Krater Mineralien finden, die von vorhandenem Wasser geformt wurden. "Im Gale-Krater gibt es viele Hinweise, dass es dort früher Wasser gab", erläutert McCaughrean, warum der Krater als Zielort ausgewählt wurde.

„Das ist die Ruhe vor dem Sturm“, sagt ein Experte im Kontrollzentrum, das etwa so groß ist wie ein Tennisplatz und gefüllt ist mit Flachbildschirmen, auf denen Fotos des Mars, komplizierte Diagramme und natürlich der Countdown bis zur Landung zu sehen sind.

Doch schon während der Einführung in die schwierige Landung des Marsrovers und die Rolle, die die ESA bei der Landung spielen wird, ist eine leichte Anspannung zu spüren. Der Countdown zur geplanten Landezeit ist gut zu sehen, das steigert die Nervosität spürbar.

Jubel im ESOC

Als über den Nasa-Livestream positive Zwischenmeldungen zu hören sind, brandet vereinzelt Jubel auf. Nachdem die Landung bestätigt ist, fällt auch den Darmstädtern ein Stein vom Herzen. Applaus brandet auf, Umarmungen hier und dort. „Natürlich ist man glücklich, wenn man bedenkt, was alles schiefgehen kann bei so einer Mission“, sagt Thomas Reiter.

"Das war eine großartige Leistung der Nasa", kommentiert Dr. Manfred Warhaut, Leiter der ESA-Abteilung für Missionsbetrieb nach der erfolgreichen Landung. "Es sieht aus, als sei die Landung ein großer Erfolg. Wir haben nach dem Start im November den zweiten Schritt gemacht, die Arbeit von Curiosity beginnt erst".

Die Landung mit dem so genannten "sky crane" war riskant, daher ist die Erleichterung der Experten umso größer. "Das hat es noch nie gegeben, ich bin froh, dass es geklappt hat", sagt ein ESOC-Ingenieur sichtlich erleichtert.

Aufgabe der ESA fast beendet

Für die ESA ist die Arbeit an der Nasa-Mission eigentlich schon fast beendet: Gut eine Stunde nach der Landung kam die Bestätigung, dass Mars Express Daten zur Erde schickt. Die Experten laden die Daten herunter, die die Sonde während der Landung gesammelt hat, dann kehrt die Sonde zu ihrer eigentlichen Aufgabe zurück. In den kommenden zwei Jahren kann Mars Express noch eingreifen, wenn der Kontakt zu Curiosity abbrechen sollte – innerhalb eines Tages kann er „schauen, wo der Fehler liegt“, erklärt ESA-Manager Michel Denis. (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare