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Corona

Covid-19-Langzeitfolgen: Corona kann auf die Ohren gehen

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Hörverlust und andere Symptome, die das menschliche Ohr betreffen, sind bei Covid-19-Patient:innen nicht auszuschließen.

  • Viele Corona-Patient:innen kämpfen nach der Erkrankung mit Langzeitfolgen
  • Forscher machen jetzt auf ein mögliches Long-Covid-Symptom aufmerksam.
  • Demnach kann eine Corona-Infektion auch Auswirkungen auf das Hörvermögen haben.

Manchester - Noch wenig erforscht sind derzeit die möglichen Folgeschäden einer Infektion mit dem Coronavirus. Bei vielen Betroffenen verläuft die Erkrankung ähnlich wie ein grippaler Infekt und ist nach einigen Tagen wieder vorüber, andere Patient:innen berichten von anhaltendem Verlust oder Einschränkungen des Geruchs- und Geschmackssinns. Auch Erschöpfung und Atemnot kommt immer wieder vor.

Bei einem schwereren Verlauf der Covid-19-Erkrankung werden oftmals gefährliche Lungen- oder Hirnschäden diagnostiziert. Doch auch andere Körperteile können immens Schaden nehmen, wie etwa das Mittelohr. So das Ergebnis mehrerer Studien aus Großbritannien.

Auch das Mittelohr könnte durch eine Covid-19-Erkrankung geschädigt werden. (Symbolbild)

Covid-19-Langzeitschäden: Viele leiden an Hörverlust

Die Forscherinnen und Forscher haben 24 Studien ausgewertet, die sich mit Problemen beim auditiven und vestibulären System, also Gehör und Gleichgewichtssinn, beschäftigt haben. Demnach erlitten 7,6 Prozent der Covid-19-Patient:innen einen Hörverlust, wie die „Pharmazeutische Zeitung“ berichtet. Schwindel verspürten demnach 7,2 Prozent der Untersuchten und ein Tinnitus trat sogar bei 14,2 Prozent auf, berichten die Wissenschaftler:innen der Universität Manchester und des NIHR Manchester Biomedical Research Centres im „International Journal of Audiology“.

Die Ärzt:innen fanden weder eine Entzündung im Ohr, noch andere mögliche Ursachen wie etwa rheumatoide Arthritis oder eine Influenza- oder HIV-Infektion, die plötzlichen Hörverlust zur Folge haben können. Vermutet wird daher ein kausaler Zusammenhang zwischen der SARS-CoV-2-Infektion und dem Hörverlust. Dafür spreche, dass Coronaviren die Epithelzellen im Mittelohr befallen könnten.

Nach der Corona-Infektion: Hörprobleme oder Tinnitus

Schon im vergangenen Oktober hatten ebenfalls britische Forscher:innen erstmals einen plötzlichen und dauerhaften Hörverlust bei einem Covid-19-Patienten beschrieben. Damals war noch von einem „sehr seltenen Symptom“ die Rede. Das Team um Studienleiter Professor Dr. Kevin Munro der Univerität Manchester führt derzeit auch eine eigene Studie durch, um die Langzeitfolgen auf das Gehör bei hospitalisierten Covid-19-Patient:innen zu ermitteln. 

Munro spricht aktuell in einer Pressemitteilung davon, dass ihn in den letzten Monaten zahlreiche E-Mails von ehemaligen Covid-19-Betroffenen erreicht hätten, bei denen nach der eigentlichen Genesung noch Hörprobleme oder ein Tinnitus bestanden. „Obwohl dies alarmierend ist, ist Vorsicht geboten, da unklar ist, ob Veränderungen des Hörvermögens direkt auf Covid-19 oder andere Faktoren zurückzuführen sind“, schränkt Munro in seinem Statement allerdings ein. (skr)

Rubriklistenbild: © Imago Images

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