Tests in Deutschland

Sars-CoV-2: Wer auf das Coronavirus getestet wird - und wer nicht

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Nicht alle werden in Deutschland auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Aber wer erhält Gewissheit und wer nicht?

  • Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich in Deutschland weiter aus
  • Doch nicht jeder, der Erkältungs-Symptome hat, wird auf Sars-CoV-2 getestet
  • Ein Überblick: Wer auf das Coronavirus getestet wird und wer nicht

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle steigt in Deutschland momentan täglich. Gleichzeitig ist die Grippewelle noch nicht vorbei, außerdem sind viele Menschen einfach erkältet. Auch wenn der Hals kratzt und man das Gefühl hat, die Symptome könnten auf das Coronavirus Sars-CoV-2 hindeuten, wird nicht jeder getestet. Ein Überblick, wer in Deutschland getestet wird und was man tun muss, wenn man vermutet, dass man mit Sars-CoV-2 infiziert ist.

Wer wird in Deutschland auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 getestet?

Nicht jeder, der glaubt, seine Symptome würden auf das Coronavirus Sars-CoV-2 hindeuten, wird in Deutschland auch getestet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt, dass Personen getestet werden sollen, auf die folgende Kriterien zutreffen:

  • Personen, die Symptome haben, die zum Coronavirus Sars-CoV-2 passen (beispielsweise Erkältung, Halsschmerzen) und innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall hatten
  • Personen, die Symptome haben und innerhalb der letzten 14 Tage in einem vom RKI festgelegten Risikogebiet waren.

Zu den Coronavirus-Risikogebieten zählen derzeit (Stand: 6.3.2020) folgende Regionen:

  • China: Provinz Hubei, inklusive der Stadt Wuhan
  • Iran: Provinz Ghom, Teheran
  • Italien: Südtirol, Region Emilia-Romagna, Region Lombardei, Stadt Vo (Provinz Padua, Region Venetien)
  • Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do

Warum wird nicht jeder mit Erkältungs-Symptomen auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet?

Die Labore in Deutschland haben nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Kapazitäten für rund 12.000 Coronavirus-Tests pro Tag (Stand: 6.3.2020). Diese Ressourcen sollen allerdings nur für solche Fälle genutzt werden, in denen es einen begründeten Verdacht gibt.

Was kostet der Schnelltest auf das Coronavirus Sars-CoV-2?

Der Coronavirus-Schnelltest kostet etwa 200 Euro. Verordnet ein Arzt den Test auf das Coronavirus Sars-CoV-2, wird der Test von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Der Arzt muss bei seiner Entscheidung die Kriterien des Robert-Koch-Instituts berücksichtigen. 

Ärzte können den Test auch dann anordnen, wenn sich der Patient in einer Gegend aufgehalten hat, in der sich das Virus verbreitet - auch wenn es nicht als Risikogebiet gilt (Beispiel: Der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen). Mittlerweile hat Bosch einen Corona-Schnelltest angekündigt, der ab April verfügbar sein soll.

Was sollte man tun, wenn man vermutet, dass man mit dem Coronavirus infiziert ist?

Die Kassenärztliche Vereinigung rät Patienten, die eine Coronavirus-Infektion vermuten, nicht direkt eine Hausarzt-Praxis aufzusuchen, sondern vorab anzurufen. So soll vermieden werden, dass eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 im Wartezimmer weiter verbreitet wird. Wer Kontakt zu einer Person hatte, bei der das Coronavirus  nachgewiesen wurde, soll sich laut einem Rat des Robert-Koch-Instituts (RKI) an das zuständige Gesundheitsamt wenden - egal, ob man Symptome hat oder nicht.

Coronavirus Sars-CoV-2 löst Lungenkrankheit Covid-19 aus

Das

Coronavirus Sars-CoV-2

ist zuerst im Dezember 2019 im chinesischen

Wuhan

aufgetreten und hat sich von dort weiter verbreitet. Es ist verwandt mit den Coronaviren Sars und Mers. Experten gehen davon aus, dass das Virus Sars-CoV-2 wie andere Coronaviren auch per

Tröpfchen- und Schmierinfektion

übertragen wird. Daher reichen Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und eine Husten- und Niesetikette aus, um sich vor dem Virus zu schützen.

Atemschutzmasken sind im Alltag nicht nötig

- die gängigen Schutzmasken schützen nicht vor den Viren. Sie sollten von infizierten Personen genutzt werden, um zu verhindern, dass sie Viren an die Umgebung abgeben. Um das Coronavirus einzudämmen, hat Deutschland ein

Kontaktverbot

verhängt. Doch

wen darf man noch bei einem Kontaktverbot besuchen

- und wen nicht? Wir liefern die Antwort. 

(Stand: 10.03.2020)

Von Tanja Banner

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) lockert vorübergehend die Vorschriften für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Ärzte dürfen jetzt Patienten mit Atemwegserkrankungen per Telefon krankschreiben. Zudem droht in Deutschland aufgrund der Corona-Krise eine Ausganssperre.

Das Coronavirus hat auch paradoxe Auswirkungen: In der Schweiz schwächelt das Internet, weil offenbar zu viele Menschen wegen des Coronavirus zu Hause sitzen und Netflix schauen oder Playstation spielen. Droht der Netflix-Stopp? Und wie sieht es mit dem Internet in Deutschland aus?

Angesichts der aktuellen Coronavirus-Pandemie stellen sich viele Menschen eine Frage: Wie lange bin ich ansteckend, wenn ich mit Corona infiziert bin? Eine erste Studie gibt vorläufige Antworten.

Rubriklistenbild: © Cheng Min/XinHua/dpa

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